Taubertal Festival 2015

Taubertal Freitag 

14:30 Uhr Abfahrt in Stuttgart. 40 Grad. 3 Mädels mit Festivalgepäck. 1 Lupo. 0 Klimaanlage.

Bereits auf der Fahrt ins beschauliche Rothenburg wird klar – Die 20. Auflage des Festivals entlang der Tauber wird ein heißes Eisen! Schon auf dem staubigen Weg in der prallen Sonne vom Parkplatz zum Gelände, vorbei an Stoppelfeldern, einer Alpaka Herde und Obstbäumen, mit Blick auf die Burg, die über dem Tal thront, kommen heimatliche Gefühle auf – Taubertal-Festival-Time, again! Yeah!

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Die Vorfreude steigt, als Django 3000 gegen 17:00 Uhr den Abend auf der Hauptbühne eröffnen und mit Geige, Zupfbass und ihrem bayrischen „Balkan Beat“ dem sichtlich hitzegeplagten Publikum anfangs zögerliche, dann fast polka-ähnliche Tanzeinlagen entlockt. Jetzt geht’s los!

Die schwedische Indie-Pop Band, The Majority Says, die im Anschluss spielt, verzaubert mit ungewöhnlichen Vocal-Arrangements, ausgetüftelten Instrumentierungen und fragil-schönen Melodien. Die Stimmung auf dem Gelände könnte nicht „festivalhaftiger“ sein, der Moment ist geradezu perfekt.

Während die Sonne hinter dem Tal untergeht, holt das Publikum tief Luft und bereitet sich auf den ersten „großen“ Act des Abends vor. Pünktlich zur Primetime kommt Farin Urlaub mit seinem Racing Team auf die Bühne. „Rock, mit teilweisen harten Riffs, Stücke, die live krachen“, wollte Farin Urlaub produzieren und unterhält nun mit gewohnt witzigem Charme, mit Wortspielereien, mit einem Mix aus chorlastigem Pop, Latin (ja Latin!), mit einem Schuss Ska, mit Punk, mit Bläsern und Background Chor. „Ich zähl‘ bis zehn und dann will ich Euch springen seh’n!“ Diese Ansage ist Programm – Das Publikum schüttelt die Trägheit des Tages aus den Knochen und tanzt und springt als gäbe es kein Morgen mehr.

Durstig, wie wir nach diesem Auftritt sind, schlendern wir über das Gelände Richtung Biergarten oberhalb der „Sounds-For-Nature-Bühne“ und stehen zur Musik von RDGLDGRN (sprich Red Gold Green) aus Virginia hüfteschwingend in der Warteschlange. Mit ihrer Mischung aus Rock, HipHop und GoGo verblüffen sie nicht nur uns – Auf der 2013 veröffentlichten und selbstbetitelten EP saß Dave Grohe am Schlagzeug und Pharrell Williams gilt als Mitkomponist und Co-Produzent eines Liedes.

Während die letzten Töne vom relativ bekannten Song „Doing The Most“ verklingen steht sie an, die große Glaubensfrage – The Offspring oder doch lieber das Konzert von Olli Schulz? Wir sind hin und her gerissen. Sich bei „Self Esteem“ nochmals wie 18 zu fühlen und zu einem der bekanntesten Songs überhaupt auszuflippen oder doch lieber ein charmanter Entertainer und witziger Geschichtenerzähler, bei der man nie so genau weiß, was ihm als nächstes einfällt? Wir entscheiden uns, wie die Jungs von Kraftklub die während dem Konzert hintern uns stehen im Übrigen auch, für Olli und philosophieren mit ihm über „Spielerfrauen“, „die schrecklich schöne Welt“ und Zeiten, „als Musik noch richtig groß war“.

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Sichtlich beschwingt von diesem schönen Konzerterlebnis, kehren wir zu fortgeschrittener Stunde zur Hauptbühne zurück. Schon nach den ersten Klängen von Kraftklub, bebt das Gelände. Mit Indie Beats, Up-Tempo-Riffs und witzig nachdenklichen Texten trifft die Band den Nerv der Zeit und den des Festivalpublikums. Die Menge ist textsicher, beweist unendlich viel Kondition. Die Bühnenshow ist energiegeladen, interaktiv. So gibt es nicht nur die patentierte „Slow-Motion-Wall-Of-Dead“ zum Mitspringen, nein, gegen Ende veranstaltet die Band sogar noch einen „Crowd Surfing Wettbewerb“ von einem in die Menge gefahrenen (Kraft)Wagen aus. Eins, zwei, drei und Steffen, der Leadgitarrist und Keyboarder, gewinnt – mal wieder! Unter weiß-rotem Regen aus Papierschnipseln geht das Konzert und Tag 1 hüpfend und springend zu Ende.

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Taubertal Samstag

14:00 Uhr. „Sounds-For-Nature-Bühne“. Sengende Hitze, Satan ist da … Nein, es sind „nur“ die drei Stuttgarter Jungs von Schmutzki, die nach ihrem Auftritt auf dem Campingplatz „Berg“ vor geschätzt 600-Mann-starkem Schmutzki-Mob jetzt mit einer für diese Uhrzeit beachtlichen Menge feierwütiger Jungs und Mädels in der Sonne zu scharfkantigen Riffs, dreckig getackerten Rhythmen und mit großer Klappe und viel Herz singen, tanzen und im Kreis springen, bis sie allesamt von einer Staubwolke verschluckt werden und wir uns zurück in den Schatten trollen.

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Gemäßigter geht es beim Auftritt von Team Me im Anschluss auf der Hauptbühne zu. Als die sechs Norweger am Nachmittag loslegen, ist der Bereich vor der Stage schon zur Hälfte im Schatten, trotzdem sitzt die Mehrzahl der Zuhörer entspannt am Hang. Das änderst sich jedoch schon nach den ersten Songs – Immer mehr Leute versammeln sich vor der Bühne und tanzen zu meisterlichem Pop aus Europas Norden. Auch wir sind begeistert von all den schönen, eingängigen Melodien, von fulminanten Arrangements, treibenden Gitarren, fett klingenden Drums und wagen das erste Tänzchen des Tages.

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Weit weniger verträumt steht die US-amerikanische Band Against Me! um kurz nach sieben in den Startlöchern auf der Mainstage um mit dem Publikum eine extrem große Bandbreite an musikalischen Einflüssen – Country, Hardcore, Folk, Punk und Blues – zu feiern.

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Wir spazieren wir über’s Gelände, freuen uns erneut über die familiäre Atmosphäre, bestaunen Jungs in gewagten Outfits und waghalsige Mädels, die sich ins kühle Nass der Tauber stürzen. Mit „Handbrotzeit“ und Bier bewaffnet, gönnen auch wir uns eine wohlverdiente Pause im sicherlich einzigen Biergarten in einem Fluss und genießen Erfrischung im doppelten Sinn, während ein kaum merkbares Lüftchen die Töne der Münchner Band Kytes zu uns heran trägt. Mit Elektro und Indie Klängen im Ohr und den Beinen im Fluß, bereiten wir uns auf die beiden Hauptacts des heutigen Abends vor.

Um kurz vor neun steigt „Familie“ MADSEN mit ihrem neuem Album „Kompass“ im Gepäck dann in den Ring, bzw. auf die Bühne. Die „Eiswiese“ ist voll, alle singen und hüpfen und auch wir fühlen uns schlagartig 10 Jahre jünger und an Studentenparties erinnert als wir zu deutscher Gitarrenmusik tanzen und die Ode an die Tauber – „Nachtbaden“ – mitsingen.

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Mit der Zeile „Oh nein, schon wieder Samstag …“ im Kopf und einem dicken Grinsen im Gesicht versuchen wir ein Plätzchen mit guter Sicht auf die Bühne und ausreichend Platz zum Springen und Schwofen zu ergattern. Marteria gibt sich die Ehre und nimmt binnen Sekunden die Zuschauer auseinander. „Habt ihr Bock auf eine Bassline“ ist wohl eher eine rhetorische Frage, die Musiker auf der Bühne machen nicht den Eindruck als würden sie ein „Nein“ akzeptieren. Und so singen, tanzen und springen wir nicht nur von „Level zu Level“, sondern von Hit zu Hit und als wir gerade aus voller Kehle beteuert haben, heute zu feiern, „bis die Wolken lila sind“ kommt Marsimoto auf die Bühne und nimmt uns mit auf eine kleine, zum Teil THC geschwängerte, Reise. Nach diesem Ausflug zieht die grüne Wolke wieder in den Nachthimmel hinauf, die Rakete wird gezündet und Marteria feiert mehrfach mit begeistertem Publikum die „letzten 20 Sekunden“. Mit zertanztem Outfit machen wir uns auf Richtung Getränkestand.

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Taubertal Sonntag

An Tag drei macht sich die Hitzemüdigkeit so langsam aber sicher auch ein klein wenig bei uns breit. Pünktlich zu Ferris MC sind wir trotzdem zurück auf dem Festivalgelände und gespannt, was wir da nun gleich auf die Ohren kriegen. Vom „Reimemonster“ von einst ist nicht mehr viel übrig, vielmehr sind die Texte subtiler und tiefgründiger geworden. Ferris MC spielt sich musikalisch frei und beschert uns neben HipHop und Rap auch Elektro, Rock und Pop. Die Zuschauer, anfangs überwiegend am Hang sitzend, sind merklich skeptisch, nach und nach verwandelt sich der Bereich vor der Mainstage aber dennoch in eine große Open-Air-Tanzfläche und auch wir sind gutgelaunt am bouncen.

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Kurze Verschnaufpause und weiter geht es mit den Dropkick Murphys aus Boston. Kaum eine andere Band verschmilzt schottisch-irischen Folk und Punk so charakteristisch und unterhaltsam wie die fünf Jungs. Die Show ist wild, die Fans geben alles, rennen im circle pit, hüpfen, springen und lassen sich von den anderen Zuschauern über die Menge hinweg tragen. Die Bostoner geben sich gewohnt familienfreundlich und „retten“ zwei Kinder aus der Masse, die den Rest des Konzertes mit Getränk in der Hand und überglücklich grinsendem Papa auf der Bühne verbringen.

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Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, das Festival neigt sich so langsam aber sicher dem Ende zu. Wir stapfen noch einmal über’s Gelände, schauen in glückliche Gesichter, lassen den Blick über die Location schweifen. Via Whatsapp erhalten wir Unwetter-Fotos von Freunden, in Rothenburg scheint die Sonne aber noch immer vom strahlend blauen Himmel und wir sind froh, die Gummistiefel in diesem Jahr ungebraucht wieder mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Pünktlich um 21:45 Uhr heißt es dann nochmals Kräfte sammeln und alles geben. Die Beatsteaks spielen in ihrem 20. Bandjahr auf dem 20. Geburtstag des Taubertal-Festivals – na wenn das kein Grund zum Feiern ist! Alternative-Rock, Punk, ein wenig Reggae und Melodien – die Mischung könnte für einen Sommerabend nicht besser sein. Die Berliner lassen es richtig scheppern und haben sichtlich Spaß auf der Bühne. Egal ob „Evergreens“ oder Songs der neuen Platte, die Menge ist gut gelaunt, lässt sich fesseln und ist für jeden Quatsch zu haben. Spätestens als bei „Let Me In“ wieder ein ganzes Festival Publikum auf dem Boden hockt und sich auf’s Ausflippen vorbereitet ist klar – die Beatsteaks sind live einfach unschlagbar.

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Bevor die wundervollen Tage zu Ende gehen und der Alltag uns zurück ruft, freuen wir uns noch auf den letzten Act des Festivals. Wer schon öfter hier war weiß – ein letzter Abstecher zur „Sounds-For-Nature-Bühne“ lohnt in der Regel immer. Die Veranstalter haben ein gutes Händchen, ihr Festival mit einer ganz besonderen Band zu beenden. Dieses Jahr heißen die Musiker AnnenMayKantereit. Drei Jungs, drei Nachnamen. Die Lieder handeln über das Leben, gesungen wird überwiegend auf Deutsch, ohne Pathos, aber mit viel Fingerspitzengefühl. Die Band lässt sich auf kein Genre fest schreiben, variiert von Ballade über Blues zu Pop – der einzige rote Faden ist Mays tiefe und markante Stimme. Nicht nur wir sind restlos begeistert vom breiten, musikalischen Spektrum der Kölner, es scheint, als ob sich das komplette Festival mit tosendem Applaus und Zugabe-Rufen für den sehr persönlichen Auftritt bedankt und verabschiedet.

Das Taubertal-Festival geht dann trotz allem sehr leise zu Ende – Ein Mann „barfuß am Klavier“.

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Und noch während die letzten Töne hinaus in den Nachthimmel ziehen sind wir sicher – Taubertal, wir feiern auch nächstes Jahr wieder gemeinsam!

Gute Musik, eine superschöne Location, bayrische Herzlichkeit, tanzende Security Mitarbeiter, diese ganz spezielle Atmosphäre, die das Festival von all seinen Brüdern und Schwestern landauf landab abhebt – Wir sagen Danke für ein unvergessliches Wochenende!

Review Christiane Hoppe / Photos Jasmin Zekl (Copyright: About MusÏc)

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Klinke XXX – Sommermusikfestival im Merlin – Konzertauftakt ANTIHELD

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Kulturzentrum Merlin wieder die Konzertreihe Klinke XXX um einen Sommer lang ausschließlich den angesagtesten Newcomern aus der Region eine Plattform zu bieten – von Chanson, Jazz, Rock über Pop und Klassik ist für jeden etwas geboten, dessen Herz für die Musik schlägt.

Den Auftakt für das diesjährige Festival, das von 01. bis 29.08. stattfindet, macht die Stuttgarter Band ANTIHELD, die von den Newcomern Mick Baff supported werden.

Los geht’s gegen 20:00 Uhr im Biergarten – Hier und da fallen ein paar Tropfen vom Himmel, unter der Markise und den beleuchteten Weinreben findet aber jeder schnell ein Plätzchen. Die Stimmung ist sommerlich, die Atmosphäre familiär und die Konzerte finden so oder so allesamt drinnen statt. Während es sich die einen also noch mit einem Bier auf dem Sofa des Innenhofes gemütlich machen, stehen die anderen schon vor der Bühne, die gegen 21:00 Uhr von der 4-köpfigen Band Mick Baff betreten wird. Die Jungs sorgen mit einer Mischung aus Rap und Rock für Dampf, lassen Gitarre, Bass und Drums mit anspruchsvollem Rap und Gesang auf unverwechselbare und energetische Art verschmelzen. Das Publikum ist begeistert, schwingt die Hüften und bedankt sich mit wohlverdientem Applaus.

Nach kurzer Umbaupause sind ANTIHELD am Start. Die Jungs, die dieses Jahr schon auf den Bühnen diverser Festivals aufgetreten sind, unter anderem dem Southside Festival, oder vor 10.000 Menschen als Vorband von The Boss Hoss das Stadtfest in Ludwigshafen gerockt haben, kommen zurück nach Hause und damit in die Stadt für die ihr Herz schlägt – Stuttgart. Mit ihren urbanen Pop Hymen, die oftmals von sympathischen, fehlbaren Helden mit Schwächen handeln, begeistern sie die Zuhörer. Die Musik ist eingängig, folgt aber niemals einem Schema sondern vertont die Geschichten hinter dem Song – Klassische Bandbesetzung, echte Instrumente, mal laut, mal leise, Deutschpop der rockigen Sorte könnte man vielleicht sagen. Dass Stuttgart ihre Homebase ist, zeigen sie nicht zuletzt mit ihrem Song „Kellerklub“, eine Hommage an den vielleicht liebsten Club der Heimatstadt. Die Zuhörer im Merlin, das „kritischste Publikum überhaupt“ wie Luca Opifanti der Sänger der Helden sagt, ist bisweilen recht textsicher und so geht der erste Festivalabend mit der großen Refrainzeile „Ich tätowier‘ mir deinen Namen in die Zukunft!“ der aktuellen Single „Für Immer“ geradezu hymnisch zu Ende und wir dürfen uns freuen, was die musikalische Zukunft den Stuttgartern noch so bescheren wird.

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Review Christiane Hoppe / Photo Pressematerial ANTIHELD

„Such a hurricane“ – Stuttgart Festival 2015

Stuttgart Festival 2015 – FREITAG

Trotz Unwetterwarnung, Evakuierung und Sturmtief hat das erste Stuttgart Festival die Feuertaufe bestanden, allen Widrigkeiten getrotzt und uns mit schönster Musik, einem tollen Art Market und leckeren Köstlichkeiten überrascht und verwöhnt. Gegen halb drei geht’s los. Wir kommen bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen auf dem Messegelände an – Messehallen, ein weitläufiges, teilweise noch sehr unbelebtes Gelände, Beton und Asphalt, viel Sicht, wenig Grün, Graffitikünstler, Girlanden, die ersten Besucher, sengende Hitze, Budenzauber.

Wir sind gespannt was die nächsten zwei Tage auf uns zukommt und freuen uns, dass mit Eau Rouge eine Band aus Stuttgart das erste Festival in Benztown eröffnet. Auch wenn der Auftritt noch nicht ganz perfekt ist, wird die Stimmung eingefangen, passt der Moment.

Die Sonne brennt, hinter uns steigen die Flugzeuge in den Himmel und wir versuchen, wie all die anderen Besucher auch, ein Plätzchen im Schatten vor der Mainstage zu ergattern. Dort lauschen wir den jungen Musikern von Razz, von denen keines der Bandmitglieder älter als 18 Jahre ist und können die Begeisterung der Fachpresse durchaus nachvollziehen.

Zurück über das Gelände und vorbei an der World Of Art, wo junge lokale Künstler mit dem Schwerpunkt Subkultur und Urban Art performen, geht’s zur Smart Tracks Stage und dem Konzert von Jackson Dyer. Der Australier spielt entspannte gefühlvolle Musik und liefert uns den perfekten Soundtrack an diesem frühen Nachmittag im Sommer. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass dieser junge Musiker schon mit Hozier durch die Lande getourt ist und es für ihn steil die Karriereleiter hinauf geht.

Die erste kleine Pause und das gefühlt fünfte Erfrischungsgetränk gönnen wir uns zu den Klängen von Abby. Die vier Musiker machen tanzbaren Indie und erzählen vom Leben einer Freundin – Abby. Dass bei diesem besonderen Musikkonzept auch mal eine Flöte zum Einsatz kommt, verwundert niemanden.

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Mit energetischem Sound im Ohr bahnen wir uns unseren Weg durch die Designer, Künstler und Kreative, die im Art Market ihre Produkte verkaufen. Das Gelände füllt sich langsam, der Bummel durch die liebevoll gestalteten Stände und Buden ist eine schöne Abwechslung und gibt dem Festival eine eigene und besondere Note. Wir lauschen den Songs des Weltenbummlers David Lemaitre, bei dem Folk Klänge auf hingebungsvollen Gesang und akustische Spielereien treffen, bevor wir uns pünktlich um 17:45 Uhr wieder vor der Mainstage einfinden und uns auf das Konzert der französischen Band Talisco freuen. Bewaffnet mit einer Gitarre tanzt und springt der Künstler über die Bühne und ist sichtlich begeistert, das sich das Publikum „Hey ya, hey ya, hey ya“ singend des (Festival)Lebens erfreut.

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FM Belfast sind es letztendlich, die ausgeflippt und aufgedreht wie eh und je, den Festivalabend einläuten und all jene Menschen zum Ausrasten veranlassen, die gerade nicht in der Sommersonne stehen und zu den Songs von Charity Children entspannen.

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Ob Lametta, bunte Farben, Glitzer, Gold, Konfetti und Luftschlangen – Bei der Truppe aus Island gibt es nicht nur was auf die Ohren, sondern auch für die Augen. Die Masse ist am Hüpfen, Tanzen und Springen, singt lauthals mit und wir sind uns einig – Die Isländer bekommen ihr Festival Müllpfand mit Sicherheit nicht zurück.

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Ezra Furman und seine Tourband The Boyfriends begeistert uns schließlich mit einer Mischung aus Chamber-Pop, Garage, Soul und Worten, die so bewegend und schön sind, dass wir sie uns am liebsten sofort tätowieren lassen wollen. Im Kleid und mit roten Lippen bringt der Musiker die Bühne zum Strahlen und verzaubert alle mit unheimlicher Präsenz und Energie.

Im Anschluss schlägt der irische Folkpopmusiker James Vincent McMorrow mit seiner markant hohen Stimme und seinem 2014 veröffentlichten Album „Post Tropical“ ruhigere Töne an. Den perfekten Soundtrack zum aufziehenden Unwetter liefert schließlich Ólafur Arnalds gedankenverloren und mit vollendetem Schönklang.

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Als die Blitze zunehmen, das Grollen nicht mehr zu überhören ist und die Windböen in immer kürzeren Abständen über das Gelände fegen, muss Dillon bereits nach wenigen Songs ihre Show unterbrechen. Schade, die junge Musikerin aus Brasilien hat uns mit ihrer charaktervollen Stimme und den tiefen Bässen sofort begeistert.

Gegen halb elf betritt einer der Organisatoren des Festivals die Bühne und teilt den Zuschauern mit, dass es eine Unwetterwarnung gibt und dass dies der Grund für den Abbruch des Konzertes ist. Kurz darauf tönt es via Lautsprecher über das Gelände. Die Veranstalter öffnen zwei Messehallen, die Besucher werden aufgefordert sich ruhig und ohne Panik dorthin zu begeben und zu warten, bis das Gewitter vorüber ist. Die einen finden sich hoffnungsvoll in der Messehalle ein, andere Rock-Am-Ring-Unwetter-Geplagte wie wir, treten umgehend den Heimweg an. Schon auf dem Weg zur Bahn wird klar, dass die Crystal Fighters, der Headliner des heutigen Abends, nicht mehr spielen werden. Manche sind genervt, die meisten haben jedoch Verständnis für den Veranstalter, der bei der Premiere große Umsichtigkeit beweist und das Wohl der Besucher in den Vordergrund stellt. Die Smartphones werden gezückt, Wetter Apps befragt – wir hoffen alle auf einen weiteren großartigen Festivaltag am Samstag.

Stuttgart Festival 2015 – SAMSTAG

Der Tag beginnt mit einem bangen Blick in die Medien, wird das Festival trotz Sturmwarnung stattfinden? Irgendwann ist es raus. Das Stuttgart Festival öffnet seine Tore um 16:00Uhr statt wie geplant um 12:00Uhr. Einige Bands wie Maribou State oder Claire können nicht auftreten, die meisten Konzerte auf der Smart Track Stage werden ersatzlos gestrichen. Als wir das Gelände betreten, sieht man, dass es in der Nacht zuvor Federn gelassen hat – Jegliche Dekoration ist verschwunden, der Art Market hat seine Zelte ab und leider nicht wieder aufgebaut, die Getränkestände fallen ohne Dach und Plane kaum auf. Ein bisschen trostlos wirkt das Ganze während der Wind vor apokalyptisch anmutendem Himmel noch immer alles über den Platz fegt, das nicht Niet und Nagelfest ist.

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Doch die Besucher lassen sich davon nicht abschrecken, sind dankbar, dass „ihr“ Festival im Gegensatz zu vielen anderen landauf landab trotz allem in die zweite Runde geht und setzen mit ihrer Präsenz nicht nur die richtigen Akzente auf dem Gelände, sondern finden sich zudem überaus zahlreich zum Konzert von Balthazar vor der Mainstage ein. Die Indie-Rock-Band aus dem belgischen Gent freut sich über das Publikum in Feierlaune und bedankt sich mit lockeren Bassläufen, Violine, starken Stimmen und einem experimentierfreudigen Sound.

Da die Konzerte auf der kleinen Bühne wegen immer noch über’s Gelände wehenden Sturmböen nach wie vor nicht statt finden, verharren auch wir vor der großen Bühne und feiern mit Zoot Woman aus Großbritannien schwelgerischen modernen Elektropop und „automatic feelings“

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Und dann zeigt das Publikum zum ersten Mal, was wirklich in ihm steckt. Bonaparte betreten die Stage und verwandeln den Bereich vor der Hauptbühne mit ihrer energetischen Show binnen Sekunden in einen brodelnden Hexenkessel. Den ein oder anderen nur mit T-Shirt und kurzen Hosen bekleideten Festivalbesucher freut dies mit Sicherheit und auch wir sind froh bei dem Windgetöse ganz tief in die Outdoor Klamottenkiste gegriffen zu haben.

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Das Performance-Kollektiv hingegen zeigt sich mal freizügig, mal maskiert, lässt nichts anbrennen, hat nicht nur neue und alte Hits im Gepäck, sondern bietet zudem erstklassigen Ausdruckstanz und ein fast theaterähnliches Happening, das mit jeglichen Konventionen bricht.

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Gut gelaunt tanzen wir am DJ Set vorbei über’s Gelände und freuen uns, dass der Himmel aufreißt, der Sturm nachlässt und Reptile Youth das erste Konzert auf der kleinen Bühne spielen. Nach einem für die Band eher gemäßigten Auftakt, pflügt sich Mads Damsgaard Kristiansen gekonnt und gewohnt durch die Zuschauerreihen, lässt sich feiern und surft über die Arme und Köpfe der Zuschauer hinweg um zum Song „Speeddance“ mit allen zusammen hemmungslos auszurasten.

Dass das Stuttgart Festival auf einen individuellen Sound statt auf die ganz großen Namen setzt und dabei den Nerv der Festivalbesucher trifft, beweisen die vielen tanzenden Menschen beim DJ Set von Mount Kimbie – ein schönes Bild unter inzwischen wieder fast blauem Himmel und Abendsonne.

Eben noch gechillt abgezappelt heißt es dann auch schon wieder hüpfen, springen und mitsingen. Die großartigen Norweger von Kakkmaddafakka läuten den Abschluss ein und bringen das Publikum mit ihrer druckvollen Mischung aus Rock, Pop, Rap und Indie zum Jubeln und Klatschen. „Let’s make a bestival out of this festival!“, fordern sie die tanzenden Menge auf.

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Völlig verausgabt lassen auch wir uns dann noch vom Londoner Elektro-Tüftler SBTRKT auf eine klangvolle verspielte Reise mitnehmen, genießen innovative elektronische Musik und können dem jungen Musiker aus London nur beipflichten, der sein Konzert gegen Mitternacht mit der Textzeile „Such a hurricane“ beendet.

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Fazit: Die Veranstalter des ersten Stuttgart Festivals hatten nicht nur mit Sturmböen vor Ort, sondern zum Teil auch heftigem Gegenwind in den sozialen Netzwerken zu kämpfen. Als am Samstag Abend jedoch die letzten Klänge vom Wind über’s Gelände getragen werden, ist vom Unmut nichts mehr zu spüren. Die Initiatoren des Festivals haben exklusiven Geschmack bewiesen und ein tolles Gesamtpaket aufgestellt. Die Atmosphäre war großartig und die Musik sowieso. Wir freuen uns auf’s nächste Jahr und hoffen, dass das Konzept aufgeht und sich das Stuttgart Festival auch in Zukunft von anderen Festivals abhebt und etabliert. Wir sind uns jedenfalls einig – Premiere fabelhaft gemeistert!

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Review Christiane Hoppe / Photos Jasmin Zekl (Copyright: About MusÏc)

Mixery HipHop Open 2015

Mixery HipHop Open 2015

Ein letztes Mal „HipHop Open“ in der Mutterstadt des Hip Hops, Stuttgart. Wir sind etwas traurig, da wir mit dem Festival aufgewachsen sind. Das Wetter traumhaft – perfekt. Der erste Act spielte auf der Main Stage, „Marvin Baker“ aus Stuggi Town. Mit viel Groove und Soul heizte er dem Publikum zu noch früher Stunde schon ordentlich ein. Gleich im Anschluss übernahm „Karate Andi“ das Publikum. Seinen sich selbst auferlegten Bildungsauftrag hat er unserer Meinung voll erfüllt. „Alle Wege für’n nach Rom doch nur einer in mein Bett…“

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Nicht nur Musik stand auf auf dem Programmplan der „Open“. Neben zahlreichen Food – Angeboten,wurde auch für Actionsportler wie Biker und Skater ein kleiner Park aufgebaut. Und auch bei den Jungs und Mädels von „VioVio“ konnte man Chillen oder ein paar Körbe beim Basketball werfen.

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Wir geben zu „DAT ADAM“ haben wir noch nie gehört. Deshalb waren wir überrascht wie Eingänge ihre Songs sind. Sie klingen fresh und fast ein bisschen Indie. Von den drei Jungs werden wir in Zukunft sicher noch viel hören.

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An der „2-nd-Stage“ übernahm der Heidenheimer „Chefket“. Wer ihn nicht kennt, sollte dies schleunigst ändern. Seine Songs sind grandios und seine Auftritte sowieso. Da er auf seinen Veröffentlichungen das ein oder andere Feature drauf hat von „Tua“ bis hin zu „Samy Deeluxe“, ließ er es sich natürlich nicht nehmen einen Gast auf die Bühne zu holen. „Marteria“ – OMG, gemeinsam performten sie den Song „Was wir sind“.

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Die „Antilopen Gang“ durften wir zwar dieses Jahr schon erleben aber das hielt uns nicht davon ab die „Antilopen“ nochmals anzuschauen. Mitgesungen und abgefeiert wurde schon kräftig, der absolute Höhepunkt war aber „Beate Zschäpe hört U2“.

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„Megaloh“ spielte auf der „Main Stage“ und auch er holte sich Unterstützung – „Chefket“.

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Danach war es dann Zeit für einen großen Namen aus den USA. „Joey Bada$$“ kommt aus Brooklyn und ist Teil der „A$AP“ Posse“. Sein Album, welches im Januar erschien, stieg in die US Rap Album Charts direkt mal auf Platz 1 ein. Für seine 20 Jahre legte er vor dem „HipHop Open“ Publikum eine ziemlich gute Show hin.

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Auf der „2-nd-Stage“ wartete das Publikum gespannt auf „Weekend“, die Sonne strahlte wie den ganzen Tag noch nicht. „Weekend“ der Geburtstag hatte, bekam gleich mal von der Crowd ein ordentliches Ständchen gesungen und lachte dann mit der Sonne um die Wette.

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„Kollegah“ – der Boss, einer der erfolgreichsten deutschen Rapper hatte auf der „Main Stage“ das komplette Publikum fest im Griff.

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„WSP Präs: Mädness/Döll/Sonne/Ra Waldo The Funk/Dexter“ ein sehr abwechslungsreiche Show, bei der die Künstler einzeln und zusammen performten.

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Langsam wurde es Zeit für ein paar Headliner. „ASD“, „Afrob“ und „Samy Deluxe“, Oldschool Deluxe mit ziemlich vielen Hits die jeder mitrappen konnte. Das Duo wurde richtig gefeiert.

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Es war Zeit für „A$ap Rocky“ – schon beeindruckend, ihn vor sich auf der Bühne zu sehen. Jedoch war seine Show nicht ganz nach unserem Geschmack. Vor allem als er ein Nirvana Playback laufen lies fanden wir das sehr schräg. Dennoch seine Hits „Wild for the Night“ oder „F**kin Problems“ haben seinen Auftritt dann immerhin ein wenig gerettet. Nach ungefähr 45 Minuten war die Show merkwürdigerweise zu Ende…weshalb sich ein Großteil des Publikums zur „2-nd-Stage“ begab.

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„Eko Fresh“ gab sich hier die Ehre. Er überraschte uns positiv mit einer super Performance und jeder Menge Spaß.

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Da wir wussten, das eine „Überraschung“ im Gange war, machten wir uns frühzeitig auf den Weg zurück zur „Main Stage“. Dort hatten sich schon die „Massiven Töne“, „Die Orsons“ und einige andere Stuttgarter Künstler versammelt. Es wurde der offiziell Abschied von den „HipHop Open“ gefeiert. Abwechselnd performten die beiden Kombos ihre Hits wie „Cruisen“ oder „Schwung in die Kiste“ und der ein oder andere im Publikum sowie auch auf der Bühne, verdrückte ein paar Tränen.

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Keine zwanzig Minuten später stand der Headliner auf der Bühne. „Marsimoto“. Die „Open“ wurden in eine riesige grüne Wolke gehüllt und alle waren „Marsianer“. Ein gebührender Abschied für die „HipHop Open“ und eine super gute Show von „Marsi“.

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Nach der Party ist vor der Party – oder so ähnlich.

In verschiedenen Clubs gab es offizielle Aftershow Parties, auf die man mit seinem Eintritts Bändchen kostenlos gehen konnte. Die „Open Club – Nightshows“.
Wir entschieden uns für die „Schräglage“ und den „Red Bull Sound Clash“. „Who RockZ The Crowd“ -> „Angst und Schrecken“.
Was für ein Tag und was für eine Nacht!
Gegen 7Uhr morgens sind wir sehr zufrieden in unsere Bettchen gefallen.
Wir sind traurig, dass es das letzte „HipHop Open“ in Stuttgart war…wir glauben aber ganz fest daran, dass sich in Zukunft vielleicht etwas neues für Stuttgart und seine Hip Hop Fans auftut?

Review / Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Rock am Ring 2015

Rock am Ring 2015

Das erste Mal fand das Festival in Mendig statt, auf einem Flugplatzgelände, das etwas dem des Southside Festivals ähnelte. So waren nicht nur wir bei unserem ersten „Rock am Ring“ Besuch gespannt was uns erwartete, auch die alljährlichen Ringrocker waren aufgeregt was sie wohl erwarten wird. Die Wettervorhersage – mehr als gut, es konnte also nichts schief gehen an diesem ersten Juni Wochenende.

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Die große Ehre das Festival zu eröffnen bekamen die „Donots“. Wer die„Donots“ kennt, der weiß dass die das ganz gut hinbekommen und den Festivalbesuchern richtig einheizen. Und so war es auch! Alle waren total begeistert und freuten sich nun auf ein grandioses Wochenende.

„TÜSN“ aus Berlin schauten wir uns als nächstes an. Auch die Berliner Sinth Pop Band konnte das Publikum von der ersten Minute an mitreißen. Das ganze steigerte sich, als „MS MR“ aus den USA die Bühne betraten. Die Sängerin mit ihrem sehr knappen Outfit, ließ die Männer zu Pfiffen und ähnlichem hinreißen. Spätestens mit ihrem Song „Hurricane“ konnten sie dann auch die weiblichen Zuschauer begeistern und gemeinsam mit dem Publikum wurde der Hit lautstark gesungen.

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Dann kam endlich eines unserer Highlights auf die Bühne. „Jamie T“, der sich jahrelang nicht im Süddeutschen Raum blicken ließ stand nun tatsächlich vor uns. Allein diese Tatsache rührte uns zu Tränen. Und natürlich begeisterte er uns dann auch mit seiner Show. Man merkt, dass er in Deutschland noch nicht so viele Anhänger hat, dennoch gaben sich die wenigen Fans große Mühe seine Songs mitzusingen und die Stimmung im Publikum hoch zu halten.

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Anschließend standen bei uns die „Mighty Oaks“ auf der Liste. Viele Zuschauer setzten sich ins Gras und lauschten zu den Klängen der Band in der immer noch sehr warmen Abendsonne. Ein wundervolles Festivalfeeling stellte sich ein. Die Deutsche Indie Pop Band „Tocotronic“ aus Hamburg sind schon seit mehreren Jahren im Geschäft und hatten somit eine schon eingeschworene Fanbase vor der Bühne stehen. Jedoch merkte man während der Show schon eine Abwanderung in Richtung „Seat Volcano Stage“, auf der sich „Rise Against“ verausgaben durften. Wir haben gehört, dass die Band richtig Gas gegeben hat.

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Nach „Tocotronic“ war ein weiterer deutscher Künstler am Start, „Clueso“ den wir schon im vergangenen Jahr auf seiner Hallen Tour bewundern durften. Er ist erwachsener geworden und lieferte eine ziemlich professionelle Show ab. Das Publikum bei „Clueso“ hatte sich zu Beginn wieder vergrößert und da beinah jeder, jeden Song grölen konnte, löste dies Gänsehautfeeling aus – und ja wir waren schon wieder zu Tränen gerührt. Sichtlich leerer wurden die Reihen, als auf der Maistage die großen Headliner „Die Toten Hosen“ begannen.

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Nachdem „Clueso“ zu Ende gespielt hatte, begaben auch wir uns wie alle anderen zu den Hosen. Wir sind nicht die größten Hosen Anhänger aber das ganze war schon ziemlich großartig was die Herren dort ablieferten. Das Gänsehaut Feeling ging weiter, denn wenn man ganz hinten oder seitlich noch Menschen dazu bringt so Laut es nur geht jeden verdammten Song mitzusingen, dann hat man es in Deutschland mehr als geschafft. „Marilyn Manson“ war ein Ereignis, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten und so machten wir uns noch vor Ende der Hosen auf Richtung „Crater Stage“. Pünktlich betrat Herr Manson die Stage und liefere eine grandiose Show mit seinem zu einem Messer umgebauten Mikro ab. Blutverschmiert und obszön aber schon cool – wir waren begeistert.

Doch dann war es soweit…Bei der Show von „Clueso“ hatte der Himmel schon eine merkwürdige Farbe angenommen und bei allen darauf folgenden Shows näherten sich mit Blitz und Donner die bösen bösen Gewitterwolken. Es fing an zu winden und heftig zu regnen. Dann hörte es auf und fing wieder von vorne an. Herrn Manson wurde es dann irgendwann zu bunt (Angst?) und so machten auch wir uns auf den Weg ins Zelt. 4 Stunden Gewitter, Todesangst mit nur 2 Stunden Schlaf kletterten wir am nächsten Morgen wieder aus unserem Zelt. Großartig dachten wir, der Tag heute geht ja mindestens bis 3 Uhr – egal Festival halt.

Begonnen haben wir den Tag im „Alternatent“ – ein riesiges Ding. Hier spielten die großartigen „Slaves“ aus den UK, welche durch ihre aggressiven Klänge die leider noch sehr überschaubare Menge begeisterten. Richtig gut! Schaute man nach rechts stand dort „Steffen Tidde“ (der Gitarrist von Kraftklub) und wandte man den Blick nach links, war dort „Roughton Reynolds“ (der Leadsänger von Enter Shikari) –  die wissen halt was gut ist.

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Raus aus dem Zelt hörte und sah man „Royal Republic“ auf der „Volcano Stage“, die die Masse ziemlich gut im Griff hatten.

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Ziel war jedoch die „Crater Stage“ mit der „Antilopen Gang“. Beate Zschäpe hört tatsächlich U2!!!

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Danach ein Wechsel zur „Volcano Stage“ mit den Indie Rockern von „Interpol“. Schon lange wollten wir diese Band sehen und haben es nie geschafft, nun standen sie vor uns. Grundständig und saucool dieser „Paul Banks“. „Interpol“ sind schon eine Nummer.

Nach dem Auftritt machten wir uns rasch auf den Weg zu „Bilderbuch“. Die Österreicher legten im letzten Jahr einen famosen Aufstieg hin. Und auch ihr Ring Auftritt war ziemlich famos und beeindruckend. Danach ein bisschen „Slash“ und dann „Trailerpark“, die überraschenderweise ein riesiges Publikum hatten – krass. Ziemlich gut im Griff hatten auch sie das zum größtenteils noch sehr junge Publikum. Gut der „Alligatoah“ stach etwas aus der Sache heraus, aber das fanden wir schon gut so.

Eine schwere Entscheidung stand an, „Prinz Pi“ oder „Kraftklub“. Wir wählten „Kraftklub“ und ich glaube es war die richtige Wahl. Das beste was ich von den Jungs bisher erlebt habe. Das komplette Konzert war Ausrasten, Mitsingen, Pogen, Ausrasten –  ganz großes Kino! Konnte es noch besser werden?

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„K.I.Z.“ waren die nächsten und hatten es schwer aber konnten das Ruder rumreißen zumindest bis so langsam alle zu „The Prodigy“ abwanderten.

Wir blieben, da wir in den vorderen Bereich wollten. „Deichkind“ war am Start und wie immer eine große Nummer. Wer kann dieser Party mit Federn und Bier widerstehen – Niemand! Kurz vor zwei Uhr war es dann soweit, „Marsimoto“. Wir waren an unserer Grenze aber hielten durch und so hüllte sich der Ring in eine grüne Wolke. So banal und doch so gut. Grüne Bengals und alle kiffen – wir sind alle Marsianer. Fazit –  alter war das gut! Mit Marsi im Ohr fallen wir gegen halb Fünf ziemlich fertig in unser Zelt.

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Am Morgen brutzelte in gewohnter Manier wieder die Sonne auf unser Zelt nieder, so dass wir früher als uns lieb war aus unserem Schlafsack klettern mussten. „Volcano Stage“ – „Eagles Of Death Metal“. Jedes Mal wenn diese Band auf einem Festival spielt,dann sind die ein Muss. Lohnt sich immer und wer kann dem Schnauzer von Jesse „The Devil“ Hughes schon widerstehen? Keiner weil „I want you so hard“.

Huch da hat sich der „Frank Turner“ mit seinen „Sleeping Souls“ reingeschoben weil der „Hozier“ krank war. Auch sein Auftritt ist der Beste, den wir je gesehen haben. Hui wie süß er Deutsch redet und dann auch noch seien Song „Eulogy“ auf deutsch singt – Liebe.

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Kleine Mädchen Alarm „Bastille“ sind an der Reihe, wir halten stand. Vielleicht nicht die beste Performance der Jungs aber dennoch ein solider Auftritt mit einigen neuen Songs.

Dann kommen sie, die „Beatsteaks“ in ihrem Wohnzimmer OMG, wir ganz vorne mit dabei. Wir können es nicht fassen und auch die  „Beatsteaks“ legen eine Show hin, wie wir sie noch nie von ihnen gesehen haben. Unglaubliche Erlebnisse am Ring in Mendig!

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Wir schauten uns ein wenig von den „In Flames“ an bevor die Headliner, die „Foo Fighters“ die Bühne betraten. Auch das war eine schwere Entscheidung, da zur selben Zeit „Motörhead“ spielten. Aber wie oft sieht man schon die  „Foo Fighters“ bei „Rock am Ring“? Über Nacht wurde eine riesen Steg gebaut, der durch das Publikum führte. Der Herr „Grohl“, der ist ja sowas von geerdet und coo. Der wahre, der einzige und wahrscheinlich auch der letzte echte Rockstar. Ein wirklich würdiger Abschluss auf der „Volcano Stage“.

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Ende – nein, „Sliiipknot“ beendeten dann das Festival. Auch sie sind eine Band, die man sich einmal im Leben anschauen sollte. Sie werden nicht jünger aber wir halt auch nicht und so fallen wir auch am Sonntag total fertig und überraschenderweise durchgefroren in unser Zelt.

Fazit:  „Rock am Ring“ ist ein wirklich sehr großes Festival aber keine Angst, man schafft es zumindest jetzt in „Mendig“ locker auch mal in die erste Reihe oder den vorderen Bereich. Nahrung findet man auf dem Festival genug selbst Vegetarier und Veganer haben eine kleine Auswahl zur Verfügung. Die Wege sind oft lang aber man gewöhnt sich daran und rechnet das ein. Und nächstes Jahr wird das mit dem Schottere geklärt sein. Das Line Up großartig und gut durchmischt. Die Bands und Künstler, vor allem die deutschen geben sich bei „Rock am Ring“ sehr viel mehr Mühe als auf anderen Festivals oder Veranstaltungen. Das ist fast ein bisschen schade, da man die ein oder andere Band dieses Jahr noch auf einem anderen Festival sehen wird und man sich eine weitere Steigerung kaum vorstellen kann. Gut das liegt möglicherweise auch am Publikum, da hat der Ring echt Glück mit.

„Mendig“ wir hoffen auf ein Wiedersehen!!!

Review / Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Maifeld Derby 2015 – Der Freitag

5 Jahre Maifeld Derby und wir sind erst das zweite Mal dabei. Das kleine Festival hat uns im letzten Jahr so begeistert, dass wir einfach nochmal kommen mussten.
Und auch in diesem Jahr hat es uns nicht minder begeistert. So erwartete uns wieder ein buntes, bis ins kleinste Detail geschmücktes Festivalgelände.

Wie im Jahr zuvor bietete das Festival eine Vielzahl an Möglichkeiten seinen Hunger und Durst zu stillen. Ob das berüchtigte Handbrotzelt, Kuchen im Glas, Eis oder Limonade, jeder fand etwas das seinen Wünschen entsprach.

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Das Festival eröffneten „Clayd“ aus Mannheim, die ziemlich stolz waren und schon ihre eigene kleine Fanbase mitgebracht hatten.
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Nach einer kleinen Umbaupause spielten dann „Tora“ aus Australien, die nach eigener Aussage den Tag zuvor bestohlen wurden und nun ohne Ausweise unterwegs sind. Machte ihnen aber nicht, da sie jetzt einfach hier in Deutschland bleiben wollen. Bei uns ist es einfach am schönsten 😉 Mit ihren freshen Indie Klängen, ist uns diese Band besonders in Erinnerung geblieben und ja liebes Maifeld Derby auch wir glauben, dass man von der Band noch einiges hören wird.
Anschließend ging es für uns in das „Palastzelt“ welches wieder jeden durch seinen „Sternenhimmel“ beeindruckte und jeden einmal dazu bewegte, sein Smartphone in Richtung Zeltdecke zu fokussieren.
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„Inner Tongue“ spielte. Dem ein oder anderen vielleicht schon durch „Fallen Empire“ bekannt, bot er ein eher ruhiges Set welches aber dennoch interessant klang und unsere Seelen durch das Zelt schweben lies.
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Voller Vorfreude, machten wir uns danach auf Richtung „Parcours D’Amour“. Hier sollte der Autor „Arnold Stadler“ gemeinsam mit „Get Well Soon“ auftreten. Allerdings war der Herr „Stadler“ aufgrund des Bahnstreiks verspätet, weshalb der Auftritt mit „And The Golden Choir“ getauscht wurde. Also ließen wir uns erstmal von diesem berieseln. Noch mit seinem alten Set Up, einem Plattenspieler als Playback, verzauberte er uns mit seinem Gesang und so blieb auch er uns besonders in Erinnerung.
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„Konstantin Gropper“ von „Get Well Soon“ gehört doch schon fast zum Inventar des „Maifeld Derbys“. Nicht nur, dass man ihm dauernd auf dem Festivalgelände über den Weg läuft, nein er stand schon mehrere Male selbst auf den Festivalbühnen in Mannheim. Für dieses Jahr hatte er sich etwas besonderes ausgedacht. Das Werk „Der Tod und ich, wir zwei“ von „Arnold Stadler“ hatte ihn für seine EP „HENRY The Infinite Desire Of Heinrich Zeppelin Alfred von Nullmeyer“ inspiriert und so baten uns die zwei abwechselnd Einblicke in ihre Werke. Eine Art Lesung mit musikalischer Untermalung. So simple dies klingt, es war auch für uns eine Premiere – eine gelungene und sehr belebende.
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Schnell wieder ins Palastzelt, wo „Gisbert zu Knyphausen & Kid Kopphausen Band“ an der Reihe waren. Schon länger sind wir heimlich Fans des Hessen und endlich war es so weit, wir durften ihn live erleben. Huch das ging ganz unerwartet ganz schön ab bei „Gisbert“.
Nachdem wir uns ausgiebig zu seinen Klängen bewegt hatten, ging es zur Fackelbühneauf der die „Allah-Las“ ihr bestes gaben. Wenn man nicht weiß woher diese Jungs kommen, dann hört man das definitiv raus! Sixties – Hippie Sound – Kalifornien – ja. Auch diese Band ist uns in positiver Erinnerung geblieben auch weil sie ziemlich viele Menschen zum wild umher tanzen brachte.
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Dann der Freitags Headliner „José González“ der Schwede, der nicht nur in Europa bekannt ist. Zu später Stunde sehr ruhige Klänge für manch einen vielleicht etwas zu ruhig aber dennoch begeisterte er das gut gefüllte Palastzelt.
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Wer jetzt denkt um 00:30 Uhr ist Feierabend, der hat falsch gedacht. Im „Brückenwaage Zelt“ ging die Sause erst richtig los. „Love A“ spielten derben Punk, der die Stimmung in dem kleinen Zelt zum kochen brachte und die Temperaturen steigen lies. Richtig gut!
Leider konnten wir dieses Jahr nur den Freitag besuchen aber wir sind ganz sicher im nächsten Jahr zurück.
„Maifeld Derby“ roulez und lässt uns immer wieder neue Bands entdecken!

Review / Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

I love Mary – Marienplatzfest 2014

Marienplatzfest 2014

Es war wieder soweit, vom 03. bis zum 06. Juli verwandelte sich der Marienplatz in Stuttgart in ein kleines Festivalgelände mitten in der Stadt. Für vier Tage bot das Quartiersfest ein vielseitiges Programm und dank des tollen Wetters fast schon mediterranes Flair. Sonne, Sonnenschirm, mal laute mal weniger laute Musik, gute Drinks, hervorragende Verköstigung, ein mit viel liebe dekorierter Marienplatz, laue Temperaturen bis in den späten Abend hinein und viele große und kleine Besucher, die fröhlich und friedlich zusammen feierten und entspannter Musik lauschten … oder wie es zusammenfassend auf der Homepage so schön heißt – Ein Fest für Ohren, Augen. Leckeres Essen, feine Drinks. Livemusik, Urban Art und Kinderprogramm. Feiern für Klein und Groß.

Tag EINS – Das Fest begann am Donnerstag Nachmittag eher gemütlich, abends lockten Bands wie „Mister + Mississippi“ aus den Niederlanden mit Indie Folk die Massen an. Die Band verzaubert die Zuhörer bei sommerlichen Temperaturen mit unglaublich schönem und zugleich treibenden Indie Folk und ist sicher eine der sympathischsten Bands überhaupt. Im Anschluss trat die aus Montreal kommende Singer-Songwriterin „Caracol“ auf und freute sich sichtlich, dass sich unter den Zuschauern in Stuttgart ein paar Menschen befanden, die ihren Song „Shiver“ mitsingen oder zumindest mitsummen konnten. Um 21:00 Uhr betrat die Dänin „Ane Trolle“ die Bühne auf dem Marienplatz und verzauberte das Publikum mit ihrer starken Stimme. Zwischen den Liveacts gab es immer wieder DJ Sets mit „Miss Evoice“ vom Stuttgarter Projekt „Follow the White Rabbit“. Noch lange nach Festende saßen überall kleine Gruppen zusammen und haben die entspannte Stimmung in der fast tropischen Sommernacht genossen.

Tag ZWEI – Am Freitag gegen 17:00 Uhr standen „Rue Royal“, das Ehepaar Ruth und Brookln Dekker als erster Liveact auf der Bühne und stimmten das Publikum mit Indie Pop und Indie Folk auf den anstehenden Abend ein. Zwei Stunden später spielte sich die Band „I Am In Love“ aus Leicester mit an Kammermusik erinnernden Indie Pop in die Herzen der Festbesucher, bevor mit der belgischen Indie-Rock-Band „Intergalactic Lovers“ eine Combo auf die Bühne kommt, die inzwischen auch internationales Ansehen genießt. Für die musikalische Unterhaltung zwischen den Bands sorgten am Donnerstag „Pauls Artists“ vom Climax-Institute mit Deep House. Nach dem letzten Konzert war die Party am Marienplatz noch nicht zu Ende – bis 24:00 Uhr gab es ein Kopfhörer Konzert im „Silent Disco Style“, an den Plattentellern „Turntable Gossip“, die sonst im Kottan zu Hause sind.

Tag DREI – Nach zwei exzellenten Festivaltagen ging’s am Samstag in Runde drei. Um 15:00 Uhr standen „Útidúr“ aus Island auf der Bühne, die mit ihrem einzigartigen, mächtigen Sound auch zu früher Stunde am Nachmittag schnell das Interesse  der Zuschauer weckten. Um 17:00 Uhr betraten „Kristoffer And The Harbour Heads“ die Bühne. Die Schweden aus Göteborg waren schon öfter im Galao zu Gast, wurden entsprechend herzlich begrüßt und für ihre Musik, die sich über Indie Pop und Folk Pop erstreckt und Elemente der 1960er und 1970er Jahre enthält, gefeiert. Mit „Stullenheimer“ stand dann ein Quartett aus Stuttgart auf der Bühne, das tanzbare Elektrobeats mit Live-Gitarre und Gesang verbindet und so den typischen „Stullenheimer-Sound“ kreiert. Die Sonne am heutigen Samstag ging also in atmosphärischen Klanggebilden unter und der Bereich vor der Bühne wurde zur Tanzfläche. Als Hauptact trat ab 21:00 Uhr die Band „Junior“ auf, die sich mit ihrer Elektro-Folk-Pop Hymne „I don’t listen much“ nicht nur in die Herzen der Feierwütigen auf dem Marienplatz spielten. Die Pausen zwischen den Live-Acts wurden heute von „Argon Ultra“ und „AfriZe“ gefüllt, ab 22:00 Uhr durfte erneut mit Kopfhörern weiter gefeiert werden.

Wer glaubt, dass das Lineup irgendwann an Qualität verloren hat, täuscht sich. Tag VIER – Der Initiator des Marienplatz Festivals, Rainer Bocka, hatte auch für Sonntag nochmals ein paar großartige Liveacts verpflichtet. Los ging’s um 15:00 Uhr mit „A Forest“. Die ungewöhnliche Besetzung aus zwei männlichen Stimmen, Schlagzeug, Synthesizern und Samples mischt Electro, Kammerpop, Singer-Songwriter-Einflüsse mit altem Soul und Minimal Techno und liefert mit ihren Geschichten einen eigenen Entwurf von Pop ab. Um 17:00 Uhr stand das Schweizer Elektro-Musik Duo „OY“ auf der Bühne, das die Zuschauer mit vorwiegend elektronisch-futuristisch wirkender Musik auf eine ganz spezielle Reise mitgenommen hat. Um 19:00 Uhr präsentierte das Trio „Gomopark“ eine hypnotische Klangwelt, fernab des Mainstream, bevor das Marienplatz Festival 2014 mit den atmosphärischen Klängen und dem eingängigen Sound der Band „Lowlakes“ dem Ende zu ging. Mit einem Mix aus Ambient, Alternative, Indie und Pop gibt die Band einen Sound vor, der beweist, dass auch eine so unkonventionelle Kombination auf direktem Weg ins Ohr gehen kann. Für musikalische Unterhaltung zwischen den Liveacts sorgte „Argon Ultra“ mit Lounge, Funk & Soul Tönen.

Auch im nächsten Jahr wird wieder auf dem Marienplatz gefeiert – vom 02.-05.07.2015 werden wieder haufenweise Familien, Freunde und Nachbarn auf den Marienplatz pilgern und auf Holzpaletten und im Sand Sonne und Sounds genießen.

Wer sich einen kleinen Einblick verschaffen mag, schaut sich am besten die Video Zusammenfassung 2013 an, guckt auf der Homepage vorbei http://www.marienplatzfest.de oder unterstützt das Orga Team mit einem Like auf Facebook.

Review: Christiane Hoppe (Copyright: About MusÏc)

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