Hudson Taylor – Konzert am 06.11.2015 im Stuttgarter 1210

Kennengelernt haben wir die Band durch eine gute Freundin, die uns vor drei Jahren die EP Battles von Hudson Taylor empfohlen hat. So schafften es die beiden Geschwister Harry und Alfie dann auch auf unsere iPods und waren zwar nicht ständig präsent, sind aber doch nie ganz in Vergessenheit geraten. Als wir entdeckten, dass die beiden in einem unserer Lieblingsclubs, dem 1210 in Stuttgart, spielen sollten, nahmen wir die Chance wahr, die Brüder endlich einmal live zu erleben. Auch sie gehören zu jenen Bands, die in ihrer Heimat durchaus größere Clubs und Hallen bespielen als bei uns in Deutschland. Inzwischen haben Hudson Taylor ein Debüt Album am Start – Singing For Strangers, eine Anspielung auf ihre Vergangenheit als Straßenmusiker. Doch auch wenn das sogenannten „Busking“ heute nichtmehr ihr Tagesgeschäft ist, bleiben sie ihren Wurzeln dennoch treu und nehmen sich fast in jeder Stadt die Zeit, ein paar Songs auf der Straße zu performen. So auch in Stuttgart, wo sie am vergangenen Freitag vor ihrer Headliner Show auf der Einkaufsmeile Königstraße musizierten.

Im Anschluss waren sie dann zu Gast im Club 1210. Gleich als wir ankamen, mussten wir feststellen – etwas ist anders als sonst! Eine lange Schlange stand vor dem Club und wie nicht anders zu erwarten waren die Gäste überwiegend weiblich und unter 30.

Vorband war der sympathische Stuttgarter Kilian Mohns. Mit seiner Akustik Gitarre und dem eingängigen Gesang stimmte er das Publikum perfekt auf den Hauptact ein.

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Inzwischen war die Location gut gefüllt und es dauerte nicht lange bis Hudson Taylor voller Enthusiasmus die kleine Bühne stürmten. Sie hatten jede Menge Spaß und erzählten, dass es ihre erste Show in Stuttgart wäre. Die Vorfreude auf diesen Abend war ihnen zweifellos anzusehen. Das Publikum schien bestens vorbereitet, denn schon beim ersten Gitarrenriff begannen alle mit den beiden zu singen. Das war kein Grölen, kein falscher Ton, kein Geschrei – sondern einfach nur perfekt abgestimmter Gesang, (Achtung schlechter Vergleich aber…) vergleichbar mit einem (Kirchen)Chor. Die Songs der beiden Musiker haben eine ganz eigene, besondere Stimmung hervorgerufen und wir konnten uns kaum daran erinnern jemals auf einem so harmonierenden und leidenschaftlichen Konzert gewesen zu sein. Die Brüder haben es wahrlich verstanden, das Publikum von der ersten Minute an für sich einzunehmen. Die Gäste legten ein für Stuttgart unfassbares Durchhaltevermögen an den Tag, was die Textsicherheit anging und daran waren nicht nur die überwiegend weiblichen Anhänger beteiligt, auch die Jungs sangen aus voller Kehle mit.

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Für diese Hingabe wurden die Fans dann auch reichlich belohnt. Gleich zu Beginn holten sie sich ein Mädchen mit Hudson Taylor T-Shirt auf die Bühne und ernteten für die Aktion kräftigen Applaus und Sympathiepunkte. Auch während des Konzerts gaben sich die Iren sehr publikumsnah und spielten ein paar ihrer Lieder im Straßenmusiker-Style, ohne elektrische Unterstützung, vom vorderen Bühnenrand aus. Zur Zugabe ging es dann sogar noch mitten in die Menge hinein, bevor die letzten Akkorde hinter der Theke erklangen. An diesem Abend flogen den Musikern sämtliche Mädchenherzen entgegen und wir wir sind uns sicher – auch die Männer haben ihr Herz, genau wie wir, an die beiden Brüder verloren.

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Selten haben wir ein so schönes, unaufgeregtes Konzert erlebt, an dem das gemeinsame Erleben im Vordergrund zu stehen schien. Selbst nach dem Konzert kamen die Musiker noch zu ihren Fans, machten Fotos, Small-Talk und ließen sich umarmen. Sehr sympathisch!

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Review Stephanie Bauer und Christiane Hoppe / Photos Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Green Day

wisst ihr noch damals 1990…von „Green Day“ ist ein uraltes Konzertvideo im Netz aufgetaucht. Anschauen lohnt sich!

Get Well Soon – am 31.01.2015 in den Wagenhallen in Stuttgart

An welchen Wochentagen geht man am liebsten auf ein Konzert?
Freitag oder Samstag – kommt aber nur sehr sehr selten vor.
Dieses Mal aber war es wieder einer dieser seltenen Samstage. Konstantin Gropper alias Get Well Soon gab sich die Ehre in Stuttgart zu spielen. Tatsächlich kann man bei ihm von Ehre sprechen da er nicht nur jahrelange nicht mehr auf Tour gewesen war auch wird er als DER deutsche Künstler schlechthin bezeichnet. Der Mann der intelligente Musik in Deutschland macht, der Mann der jeden zum Nachdenken anregt. Hat er das nicht zuletzt damit unter Beweis gestellt, dass er das  Album von Casper Hinterland mit produziert hat. War das nicht auf der Eins und sowieso hat er nicht schon so vieles getan…

Get Well Soon

© {Get Well Soon – Konstantin Gropper – 2014 © Jens Oellermann Fotografie / Cityslang}

So kam es dann, dass die Wagenhallen ungewohnt gefüllt waren und das für einen Band, die ganz abseits des großen Hypes dahin schwebt. Das Publikum des Abends ist gut gemischt – jedoch sind keine kreischenden kleinen Mädels anwesend auszumachen. Vorband war(en) Vin Blanc/White Wine ich muss zugeben wir haben nur die letzten Songs mitbekommen aber das Publikum war eingegroovt und bereit für mehr.
A Special Night with Get Well Soon wurde uns versprochen. Das Konzert – speziell den eigentlich waren es drei kleine Konzerte. Das erste entsprach der EP The Lufthansa Heist. Das zweite der EP The Infinite Desire of Heinrich Zeppelin Alfred von Nullmeyer und das dritte Konzert – naaa? Der EP Greatest Hits plus allen großen Hits der eigenen Band. Wie großartig ist das fragt man sich? Und stehen dann neben einem zwei Engländer die das komplette Konzert abfeiern und überhaupt nur wegen Get Well Soon angereist sind, ja dann fühlt man einen gewissen STOLZ in sich aufsteigen. Auch wenn man das Konzert eher zu den ruhigen zählen kann, so war es doch sehr unterhaltsam und spätestens beim Pulp Cover Disco 2000 konnte jeder abzappeln.
Review: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Adam Green – am 02.09.2010 im Theaterhaus in Stuttgart

Noch ein bisschen erledigt vom „Zürich OpenAir“ machten wir uns auf ins
„Theaterhaus“ Stuttgart. Adam Green“ stand auf dem Programm. 
Wir hatten ihn zwar erst vor wenigen Tagen gesehen, aber wenn ER sich schonmal nach Stuttgart bemüht, dann müssen wir dabei sein!

Das Konzert startete mit „Jack Dishel“ als Support Act, der uns mit Hilfe
seines Ipods – welcher seine fehlende Band darstellte – und seiner Gitarre 
auf „Adam“ vorbereitete. 

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Anschließen betrat der Held des Abends die Bühne.
Sofort zauberte er auf jedes Gesicht im Saal ein großes Lächeln.

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Die Setlist war den auf den Festivals zwar sehr ähnlich aber wir waren dafür so nah dran wie nie zuvor! 1.Reihe, ohne Absperrung und Adam nahm ein Bad in der Menge und knutschte sein Publikum ab.

Review / Photos: Jasmin Zekl und Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

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