The Maccabees – Konzert am 02.02.2016 im Strom in München

Konzerte wie sie sein müssen erleben wir immer wieder im fernen München.

The Maccabees waren zu Gast im Strom. Das Strom – eine kleiner schwitziger Club in dem wie es der Name schon verrät wohl alles unter Strom steht? Nicht ganz aber irgendwie doch.

Das Konzert der Londoner Band war leider nicht ausverkauft – musste sogar zuvor „runter-verlegt“ werden da zu wenige Karten verkauft wurden…wir verstehen es nicht. Haben sie doch in ihrer Heimat drei Tage nacheinander die Brixton Academy ausverkauft. Etwas verspätet öffneten sich die Türen des Stroms und es ging für uns mangels Fotograben direkt nach vorne zur Bühne.

Vorband war Johnny Lloyd, dem ein oder anderen eventuell noch bekannt als Leadsänger der Band Tribes. Fast heimlich haben die sich dann aber irgendwann aufgelöst. Dieser Johnny scheint es aber drauf zu haben sonst würde er nicht mit Kollegen wie The Kooks, Mystery Jets oder Carl Barat zusammenarbeiten. Und dann eben The Maccabees die einige seiner Songs produziert haben und ihn gleich mal mit auf Europa Tournee genommen haben. Mit dabei bei seinen live Auftritten hat Johnny Lloyd eine Band bestehend aus zwei Herren und einer Dame. Insgesamt klang es für uns aber doch noch etwas nach den Tribes. Nach seinem Auftritt war das Publikum auf jeden Fall bereit für mehr.

IMG_7451-2

The Maccabees eröffneten ihr Set mit Marks To Prove It. Dem Titeltrack des aktuellen Albums und wohl der „einheiz“ Song überhaupt. Laute Schreie und jeder musste sich bewegen selbst wenn man es eigentlich gar nicht wollte wurde man von der Atmopshäre einfach mitgerissen. Gleichzeitig stiegen aber auch sofort die Temperaturen in dem kleinen Club an. Sweat.Sweat.Sweat.

Klassiker wie Feel To Follow, Wall Of Arms, Love You Better, X-Ray wurden gespielt aber natürlich auch zahlreiche Songs vom neuen Album. Rundum eine super Setlist auch wenn wir ein ganz klein wenig den Song Mary vermisst haben. Das Publikum war sehr textsicher – lag aber vielleicht auch an den zahlreichen Engländern die im Publikum waren. Die freute es natürlich sehr, dass die Band bei uns in einem solch kleinen Club spielte.

Something Like Happiness war der letzte Song vor der Zugabe. Während die Band eine kurze Pause einlegte, sang das Publikum brav den Song weiter und weiter bis die Band wieder zurück auf die Bühne kam. Das ist Liebe. Es klang anscheinend auch wunderschön meinte Sänger Orlando Weeks. Haaach.

IMG_7569-2

Voll nett zum Abschied bekam jeder der seine Hand auf die Bühne streckte noch einen feuchten Händedruck von den Maccabees. Und ja die Engländer bekamen noch ein extra Dankeschön dass sie so weit gereist waren. Ein toller Abend mit einer sehr gut gelaunten Band die richtig Spaß hatte in dem kleinen Strom in München zu spielen. Hope to see you soon!

Review/Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Me And My Drummer – LOVE IS A FRIDGE

Am 12.02.2016 ist es endlich soweit – Mit „Love Is A Fridge“ erscheint das zweite Album des Berliner Duos Me And My Drummer. Gut drei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debüts „The Hawk, The Beak, The Prey“ kann diese ganz besondere Band auf eine gleichermaßen schillernde wie rastlose Geschichte blicken.

Zusammen mit Klavier, Synthies und Schlagzeug windet sich Charlottes Gesang auch auf dem neuen Album wieder durch Höhen und Tiefen – die Geschichte der Neuerfindung moderner Popmusik wird fortgeschrieben. Musikalisch klingen die neuen Me And My Drummer noch etwas experimenteller und mehrdeutiger. Sie sind bunter, eklektischer und tanzbarer geworden. Außerdem gestattet sich die Band eine klangliche Öffnung und lässt Brandi – ab und an – eine drängende, mal folkige, mal grungige E-Gitarre spielen.

Es ist ein großes Vergnügen, unmittelbar am Austausch zweier fantastischer Musiker_innen teilhaben zu können. Hier gibt’s die Tourdaten:

12.02.2016 – DE – Berlin – Columbia Theater
13.02.2016 – DE – Hamburg – Kampnagel
14.02.2016 – DE – Bremen – Tower
15.02.2016 – DE – Köln – Luxor
16.02.2016 – DE – Essen – Weststadthalle
18.02.2016 – DE – Stuttgart – Wagenhallen
19.02.2016 – DE – München – Ampere
20.02.2016 – AT – Wien – B 72
22.02.2016 – CZ – Praha – Klub FAMU
23.02.2016 – DE – Dresden – Beatpol
24.02.2016 – DE – Jena – Kassablanca

meandmydrummer_by-sashberg_02

Frank Turner & The Sleeping Souls – Konzert am 20.01.2016 im LKA in Stuttgart

Ein ausverkauftes Konzert erwartete uns am vergangenen Mittwoch im Stuttgarter LKA Longhorn. Frank Turner war zu Gast und brachte neben seiner Band The Sleeping Souls auch zwei Support Acts mit. Bevor das Konzert jedoch startete konnten wir uns mit Bier und David Bowie Songs auf das Konzert einstimmen.

Den Abend eröffnen durfte Will Varley, ein britischer Singer-, Songwriter der schon öfters Frank Turner supporten durfte. Seine Songs haben Charme und mit dem typisch trockenen, englischen Humor stellte er uns seine Geschichten und Lebensweisheiten vor. Ob es nun um Versicherungsmakler ging, die dauernd bei ihm anrufen oder einer Katze mir der man Geld verdienen kann. Will Varley machte Spaß auf mehr.

IMG_7036 Kopie

IMG_7041 Kopie

Zweite Vorband waren Skinny Lister ebenfalls aus den UK. Mit ihrem britisch-irischen-Folk-Punk heizten sie dem Publikum weiter ein und erinnerten uns ein wenig an Flogging Molly. Im Vordergrund stand eindeutig die einzige Frau im Bunde – Lorna Thomas die mit ihrem Blümchenkleid und den roten Schuhen fegte sie über die Bühne und zog alle Blicke auf sich.

Das Stuttgarter Publikum war an diesem Abend besonders gut drauf und machte bei beiden Support Acts richtig gut mit.

IMG_7056 Kopie

IMG_7084

Mit großen Sprüngen kam Frank Turner auf die Bühne und begann sein Set mit dem Song The Next Storm aus seinem aktuellen Album Positive Songs For Negativ People. Und gefühlt folgte ein Hit nach dem anderen. Nach den ersten drei Songs war Frank Turner’s Hemd nass und auch die Temperaturen im LKA stiegen an – Saunaatmosphäre.

IMG_7353 Kopie

Aber beschweren wollen wir uns nicht – nein. Ein großartiges Konzert lieferte Frank Turner da ab. Das Publikum sang begeistert jeden Song mit und wir fühlten uns fast so als wären wie bei einem Konzert in Turners Heimat England.

IMG_7242 Kopie

Es gab natürlich auch ruhigere Parts bei denen man sich erholen konnte. Beispielsweise als er einen seiner Songs zur Hälfte David Bowie und zur anderen Hälfte Lemmy widmete. Ein emotionaler Moment bei dem man merkte, wieviel ihm diese beiden Künstler bedeutet haben.

Sympathisch zettelte er während der Show eine Battle zwischen der Publikumsseite seines Bassisten und der seines Gitarristen an. Die Seite die am Ende den kräftigsten Applaus gab bekam ein von der Band unterschriebenes drumhead zugeworfen.

Etwas negativ aufgefallen ist ein „junger“ Mann – ein Querulant, der das Konzert durch Zwischenrufe störte und anschließend von Frank Turner höchstpersönlich aus dem Konzert geworfen wurde – richtig so!

Frank Turner spielte fast zwei Stunden lang eine energiegeladene Show vom Feinsten.

Aber nicht nur Frank Turner und seine Band The Sleeping Souls hatten große Freude an diesem Abend. Selten blickt man nach einem Konzert in so viele strahlende, glückliche und zufriedene Gesichter wie es an diesem Mittwoch in Stuttgart der Fall war.

IMG_7412 Kopie

Vielen Dank Mr. Frank Turner!

Review/Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Kris Roe – Konzert am 19.01.2016 im 1210 in Stuttgart

Kris Roe der Frontmann der Band The Ataris ist zur Zeit auf Solo Akustik Tour und machte einen Zwischenstopp im Stuttgarter Club 1210.

Etwas später als geplant startete das Konzert mit der Vorband Slimboy. Die Schweizer spielen Alternativ – Punk Rock und gaben sich trotz des kleinen Publikums sehr viel Mühe das Ding zu rocken. Und es gelang ihnen. Ihre Musik taugt zum moshen und Spaß haben.

Slimboy

Nach einer kurzen Pause kam Kris Roe auf die Bühne. Entspannt, gut gelaunt und locker machte er erstmal seinen Soundcheck. Dann begann er seine Akustik Show. Sein Set war gefüllt mit 15 Songs die größtenteils aus dem Repertoire seiner Band The Ataris stammten. Aber auch unbekannte Songs die es nie auf ein Album geschafft haben stellt Roe vor. Während seines Sets fühlt man sich geborgen und es kam einem vor als wäre man auf einem gemütlichen Wohnzimmerkonzert eines guten alten Bekannten – Kris Roe. Sympathisch nahm er gegen Ende des Sets auch Songwünsche aus dem Publikum entgegen. Zwischendurch witzelt er und verriet, dass The Ataris zur Zeit an einem neuen Album arbeiten sowie eine Vinyl mit unveröffentlichten Songs demnächst gepresst wird.

IMG_6907

Als Zugabe holte er sich seine Vorband Slimboy auf die Bühne und spielt gemeinsam mit ihnen zwei Ataris Songs. Natürlich dann im Punk Rock – Ataris Style.

IMG_6927

 

Leider war das Konzert am Dienstag Abend sehr schlecht besucht. Wie immer ist das sehr schade für die Künstler aber auch für das restliche Publikum. Wir fragen uns warum das Konzert so schlecht besucht wurde, Kris Roe’s Band The Ataris sind ja nun nicht ganz unbekannt und Akustik Konzerte in Stuttgart rar gesät. Lag es vielleicht an der Fliegerbombe, dem Wetter oder gar dem Feinstaubverbot? Schade. Aber dennoch war es ein sehr schönes Konzert und die Künstler machten das Beste aus der Situation.

Review/Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Mary Lambert + Angel Haze

Es gibt neues von Angel Haze gemeinsam mit Mary Lambert hat sie den Song Ribcage aufgenommen. Mary Lambert  ist die Dame, die gemeinsam mit Macklemore dessen Song Same perfomt. Das Video der beiden seht ihr hier bei uns.

 

Übrigens kommt Angel Haze demnächst auf Tour zu uns nach Deutschland.

Angel Haze_Artwork_DE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tickets bekommt ihr hier

BOY – Konzert am 08.11.2015 im Wizemann in Stuttgart

BOY-Foto Groenland Records

Foto: Groenland Records

Mitte Mai gaben BOY bekannt, dass sie im Herbst mit den Songs ihres neuen Albums We were here auf Tour gehen werden. Nach einer kleinen Clubtour im September, startete Ende Oktober die Hallentour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit viel Glück ergatterten wir eines der heißbegehrten Tickets für die ausverkaufte Show am 08.11.2015 im Stuttgarter Wizemann.

Um 20:00 Uhr geht’s los und wir sind ganz schön aufgeregt. Nachdem wir bei der Clubtour rund ums Erstlingswerk Mutual Friends im Schocken vor knapp vier Jahren leer ausgingen, stehen wir heute in der Zuschauermenge und sind gespannt, wie die Songs der beiden live wohl so klingen? – Rocken die? Kriegen wir eine Gänsehaut? Oder kommen wir zum Entschluss, dass BOY doch eher was für Sonntagnachmittage auf der heimatlichen Couch sind?

Als Vorband ist der Kanadier Martin Gallop engagiert, ein Tausendsassa wie er im Buche steht – Songwriter, Produzent und Performer. Noch dazu hoffnungsloser Romantiker und selbstbetitelter „travelling Salesman“. Seine kurze Show eine Mischung aus Songs, Geschichten und Kunstinstallation.

Kurz vor neun beginnen BOY ihr Konzert mit der aktuellen Single „We were here“, wieder einmal unglaublich melodieverliebt. Auf Songs des neuen Albums, folgen Stücke aus ihrem 2011er Album. Die feine und abwechslungsreiche Mischung aus Singer-Songwriter-Pop, rockiger Eleganz, authentischer Geschichten und gefühlvoller Melodien nimmt den Raum des Wizemanns und das Publikum für sich ein. Mal laut, kraftvoll und quirlig, dann wieder leise, zart und zerbrechlich, singen und spielen sich die Schweizerin Valeska Steiner und Sonja Glass aus Hamburg in die Herzen der Zuschauer. Unterstützt von erstklassigen Musikern, verstehen es die beiden Frontfrauen auf der Bühne jedem ihrer Songs eine besondere Note zu geben.

Die Texte handeln weitgehend vom Aufbruch und Warten, vom Ankommen und Weiterkommen, von Heimweh und Fernweh, von Lebenslust und Melancholie. Es ist nicht schwierig, sich im einen oder anderen Stück wieder zu finden und so funkeln die Augen manch eines Zuschauers mit der Lichtperformance um die Wette.

IMG_5946-neu

Der Albumtitel und die gleichnamige Single – We were here – sind dann in erster Linie auch eine großartige Hymne an die wertvollen Momente im Leben, an besondere Begegnungen und unvergessliche Augenblicke – „We were here, we were here, we were really here…“ – WIR AUCH!

Review Christiane Hoppe / Photo Groenland Records und Christiane Hoppe (Copyright: About MusÏc)

Hudson Taylor – Konzert am 06.11.2015 im Stuttgarter 1210

Kennengelernt haben wir die Band durch eine gute Freundin, die uns vor drei Jahren die EP Battles von Hudson Taylor empfohlen hat. So schafften es die beiden Geschwister Harry und Alfie dann auch auf unsere iPods und waren zwar nicht ständig präsent, sind aber doch nie ganz in Vergessenheit geraten. Als wir entdeckten, dass die beiden in einem unserer Lieblingsclubs, dem 1210 in Stuttgart, spielen sollten, nahmen wir die Chance wahr, die Brüder endlich einmal live zu erleben. Auch sie gehören zu jenen Bands, die in ihrer Heimat durchaus größere Clubs und Hallen bespielen als bei uns in Deutschland. Inzwischen haben Hudson Taylor ein Debüt Album am Start – Singing For Strangers, eine Anspielung auf ihre Vergangenheit als Straßenmusiker. Doch auch wenn das sogenannten „Busking“ heute nichtmehr ihr Tagesgeschäft ist, bleiben sie ihren Wurzeln dennoch treu und nehmen sich fast in jeder Stadt die Zeit, ein paar Songs auf der Straße zu performen. So auch in Stuttgart, wo sie am vergangenen Freitag vor ihrer Headliner Show auf der Einkaufsmeile Königstraße musizierten.

Im Anschluss waren sie dann zu Gast im Club 1210. Gleich als wir ankamen, mussten wir feststellen – etwas ist anders als sonst! Eine lange Schlange stand vor dem Club und wie nicht anders zu erwarten waren die Gäste überwiegend weiblich und unter 30.

Vorband war der sympathische Stuttgarter Kilian Mohns. Mit seiner Akustik Gitarre und dem eingängigen Gesang stimmte er das Publikum perfekt auf den Hauptact ein.

IMG_6129

Inzwischen war die Location gut gefüllt und es dauerte nicht lange bis Hudson Taylor voller Enthusiasmus die kleine Bühne stürmten. Sie hatten jede Menge Spaß und erzählten, dass es ihre erste Show in Stuttgart wäre. Die Vorfreude auf diesen Abend war ihnen zweifellos anzusehen. Das Publikum schien bestens vorbereitet, denn schon beim ersten Gitarrenriff begannen alle mit den beiden zu singen. Das war kein Grölen, kein falscher Ton, kein Geschrei – sondern einfach nur perfekt abgestimmter Gesang, (Achtung schlechter Vergleich aber…) vergleichbar mit einem (Kirchen)Chor. Die Songs der beiden Musiker haben eine ganz eigene, besondere Stimmung hervorgerufen und wir konnten uns kaum daran erinnern jemals auf einem so harmonierenden und leidenschaftlichen Konzert gewesen zu sein. Die Brüder haben es wahrlich verstanden, das Publikum von der ersten Minute an für sich einzunehmen. Die Gäste legten ein für Stuttgart unfassbares Durchhaltevermögen an den Tag, was die Textsicherheit anging und daran waren nicht nur die überwiegend weiblichen Anhänger beteiligt, auch die Jungs sangen aus voller Kehle mit.

IMG_6144 IMG_6152

Für diese Hingabe wurden die Fans dann auch reichlich belohnt. Gleich zu Beginn holten sie sich ein Mädchen mit Hudson Taylor T-Shirt auf die Bühne und ernteten für die Aktion kräftigen Applaus und Sympathiepunkte. Auch während des Konzerts gaben sich die Iren sehr publikumsnah und spielten ein paar ihrer Lieder im Straßenmusiker-Style, ohne elektrische Unterstützung, vom vorderen Bühnenrand aus. Zur Zugabe ging es dann sogar noch mitten in die Menge hinein, bevor die letzten Akkorde hinter der Theke erklangen. An diesem Abend flogen den Musikern sämtliche Mädchenherzen entgegen und wir wir sind uns sicher – auch die Männer haben ihr Herz, genau wie wir, an die beiden Brüder verloren.

IMG_6183 IMG_6181

Selten haben wir ein so schönes, unaufgeregtes Konzert erlebt, an dem das gemeinsame Erleben im Vordergrund zu stehen schien. Selbst nach dem Konzert kamen die Musiker noch zu ihren Fans, machten Fotos, Small-Talk und ließen sich umarmen. Sehr sympathisch!

IMG_6158

Review Stephanie Bauer und Christiane Hoppe / Photos Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

NIHILS – Interview am 29.09.2015 in der Schräglage in Stuttgart

NIHILS das sind Ramon, Florian und Thomas, die mit ihrer Musik die ganze Welt bereisen wollen. In den letzten Wochen tourten sie zum ersten Mal durch Deutschland und brachten uns eine erfrischende Ladung Elektro Pop mit. Wir haben die drei vergangene Woche nach ihrer Show in der Stuttgarter Schräglage getroffen und uns mit ihnen über ihr im Frühjahr erscheinendes Debütalbum, den Hype um österreichische Bands und was sie eigentlich so einzigartig macht, unterhalten.

© Gabriel Hyden © NIHILS

© Gabriel Hyden
© NIHILS

 

About MusÏc:  Wie war eure Show hier in Stuttgart?

Ramon: Super.

Florian: Hat Spaß gemacht.

Thomas: Das erste Mal Stuttgart.

Florian: Ja, das erste Mal Stuttgart und es waren sehr viele Leute da. Den Leuten hat es glaube ich auch ganz gut gefallen. Dann macht das auch echt Spaß.

Thomas: Genau.

 

About MusÏc: Wie kam es dazu, dass ihr Nisse auf seiner Tour supporten durftet?

Florian: Wir kennen „Nisse“ schon länger. Wir haben vor ein paar Jahren schon mit ihm gearbeitet und deswegen…als er dann eine Tour geplant hatte, da hat er uns gefragt. Also wir kannten ihn schon davor. Und wegen den „N’s“ und so – das war alles sehr stimmig. (lacht)

Thomas: Das hat alles sehr gut zusammen gepasst.

Florian: NIHILS – Nisse

(alle lachen)

 

About MusÏc: Ihr habt vor wenigen Tagen euren neuen Song „Not A Man Of Violence“ veröffentlicht. Wie wird der neue Song vom Publikum aufgenommen?

Florian: Bis jetzt gut. Das Feedback ist auf jeden Fall gut. Wir haben den Song noch nicht oft gespielt und er ist auch noch nicht so lange draußen. Das Ganze mit den Radios fängt erst jetzt so richtig an, deshalb dauert es noch ein bisschen bis man mitbekommt wie er wirklich läuft. Das war bei unserem letzten Song genau das Gleiche – am Anfang dauert es ein bisschen und irgendwann bekommen es die Leute mit. Es fangen dann die Radio plays an und dann werden wir das erst sehen.

Thomas: Das ist vielleicht auch der Grund. Da wir keine riesen Firma im Hintergrund haben sondern zur Zeit noch alles selber machen. Deshalb sind auch die finanziellen Mittel nicht da so dass man sagt: „jetzt fangen wir mal mit der Promo in ganz Deutschland an“. Wir lassen das einfach so wachsen und schauen. Wir spielen jetzt eben die Support Tour mit „Nisse“ und pragmatisch gesehen werben wir so für unser Produkt.

 

About MusÏc: Erzählt uns etwas über euer kommendes Album.

Ramon: Wir haben vor 1-2 Jahren unseren Song „Lovers on the Run“ released, dann „Help Our Souls“ und jetzt „Not A Man Of Violence“ und man sieht schon, dass sich die Stilistik leicht geändert hat. „Not a Man of Violence“ ist auf jeden Fall ein Vorbote zum neuen Album. Was es für einen Sound hat, was für einen Nutzen und auch von der Stilrichtung her. Ich glaube damit kann man sich ganz gut einstellen. Also wenn einem das gefällt, dann gefällt einem wirklich auch das Album.

Florian: Ihr hab ja jetzt schon viel gehört von der Live Show. Da sind einige Songs vom neuen Album dabei gewesen.

Thomas: Genau.

 

About MusÏc: Hat das Album schon einen Namen?

Ramon: Noch nicht.

Thomas: Das verraten wir noch nicht aber es gibt natürlich schon ein paar Ideen aber die sind noch nicht für die Masse gedacht.

 

About MusÏc: Wieviele Songs werden auf dem Album sein?

Florian: Zehn oder?

Thomas: Elf ja.

Florian: Zehn oder Elf.

 

About MusÏc: Hat das Album schon ein Release Date?

Alle: Nein. (voraussichtlich im Frühjahr 2016 a.d.R.)

 

About MusÏc: Wie entscheidet ihr welcher Song schlussendlich aufs Album kommt?

Florian: Schlussendlich – wie es einfach zusammen passt. Wenn ein Song dann nicht mehr drauf passt…wir hatten eigentlich noch andere geplant aber wenn der Song nicht mehr ins Konzept passt, dann fliegt der raus.

Thomas: Ja es geht auch mehr darum, dass das Album für den Hörer ein bisschen unterschiedlich ist und auch interessant. So dass man eben nicht zehn gleiche Nummern hat. Das ist uns auch sehr wichtig, dass der, der die Platte dann kauft auch ein spannendes und stimmiges Album hat.

 

About MusÏc: Gibt es einen Song auf dem Album der euch besonders stolz macht?

Ramon: Wir hoffen, dass alle Songs gut sind.

(alle lachen)

Thomas: Es gibt verschiedene Songs für verschiedene Momente.

Florian: Ja.

Thomas: Das heißt es gibt „Autofahr-Nummern“ und es gibt „Club-Nummern“ – es soll eben von allem etwas dabei sein.

 

About MusÏc: Gibt es auch einen Song zum abtanzen? 

Florian: Ja ich denke schon.

Ramon: Doch das hoffen wir.

Thomas: Für uns schon. Wie ist es euch ergangen? War für euch etwas dabei?

Ramon: Habt ihr tanzen können?

About MusÏc: Ja.

Alle: Sehr gut.

 

About MusÏc: Es gibt zwei österreichische Bands die in den letzten 1-2 Jahren ziemlich erfolgreich in Deutschland unterwegs waren. Wisst ihr wen wir meinen und was haltet ihr von diesen beiden Bands?

Florian: Wir sind auf jeden Fall große „Bilderbuch“ Fans. Die finden wir schon sehr lange cool. Also wir hatten die schon vor ungefähr 6 Jahren auf unserem Festival, welches wir veranstaltet hatten. Die haben jetzt nochmal einen drauf gehauen mit dem Stil den sie jetzt fahren. Der passt einfach am besten zu ihnen. „Wanda“ ist halt eher so ein Konzept aber die haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Für mich persönlich ist das nicht so meine Musik aber es ist schon krass, was sie damit anstellen.

Thomas: Ja schön zu sehen wie es funktioniert. Also das ist wirklich super wenn es eine neue Band gibt und die gehen einfach so durch die Decke. Das ist einfach geil. Das freut uns auch. Gerade, dass das Österreich Ding so gut funktioniert ist stark zu sehen.

Florian: Es ist auch schön, dass es so viele gute österreichische Bands gibt, auf die nun ein bisschen mehr die Augen geworfen werden. So dass es die zwei jetzt rüber geschafft haben.

 

About MusÏc: Seid mal kurz arrogant – was macht eure Band einmalig? Wieso kann man sich euch nicht entgehen lassen?

Florian: Ich denke einfach die Stimme und natürlich dass der Ramon ein Muttersprachler – Englisch ist. Das ist etwas das uns vielleicht schon hilft und das uns auch nicht nur in unserem Raum sondern auch international verständlicher macht.

Thomas: Ja und auch warum die Texte selbst in englisch sind. Also das ist jetzt nichts aufgesetztes so von wegen wir sind drei Österreicher die Mal daran denken englisch zu singen sondern es kommt einfach mehr von innen beziehungsweise die Gefühle werden besser ausgedrückt. Ich glaube das kann der Ramon einfach besser ausdrücken. Deswegen ist es nicht so, dass wir uns verstellen müssen um englisch zu singen. Es ist wie es ist. Wie es rauskommt. Das ist einfach schöner. Das ist glaube ich auch bei „Wanda“ so. Der singt eben seinen Wiener Dialekt und bei „Bilderbuch“ ist das genauso. Die verstellen sich nicht. Das ist das Schöne und ich glaube das macht auch die Künstler irgendwie einzigartig.

Ramon: Ich glaube es ist auch einfach ein Mix aus den verschiedenen Charakteren die in unserer Band sind. Das ist doch ein recht authentisches und ungewöhnliches Set Up das wir da haben. Dadurch, dass es uns auch schon echt lange gibt und wir schon lange in dieser Konstellation arbeiten und auch wie wir zusammen arbeiten. Wir machen extrem vieles selber und das ist glaube ich das, was uns ausmacht.

 

About MusÏc: Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Florian: Ganz klassisch im Kindergarten.

Thomas: Genau.

Florian: Das ist cool.

Thomas: Kein Spaß. Freundschaft seit klein auf.

 

About MusÏc: Eine typische Frage an euch – welche Ziele habt ihr als Band und wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Florian: Da gibt viele Ziele. Die müssen jetzt erst einmal abgearbeitet werden. Es gibt natürlich immer das große Ziel da vorne und das ist schon, dass wir von der Musik leben können. Das wir die Shows spielen können, die wir uns so vorstellen und das wir die Welt bereisen können. Aber diese Ziele hat jede Band.

Thomas: Also den Gedanken haben wir uns schon hoch gesetzt.

Florian: Ja genau.

Thomas: Aber wir finden, dass man sich das muss. Wenn man sich zu viele kleine Ziele setzt, dann verliert man vielleicht auch.

Florian: Man muss groß denken und dann Schritt für Schritt darauf hin arbeiten. Das ist der Weg den wir fahren.

Thomas: Genau.

 

About MusÏc: Werdet ihr nochmal in Deutschland touren?

Florian: Das kommt auf das Publikum an aber ja.

Thomas: Hoffentlich! Wenn es euch gefallen hat.

Ramon: Wir finden das deutsche Publikum auf jeden Fall super. Es reagiert echt sehr gut auf unsere Musik obwohl die Leute uns überhaupt nicht kennen. So haben wir eigentlich nur eine Show Zeit um die Leute zu überzeugen beziehungsweise eine Reaktion zu bekommen. Bis jetzt fühlen wir uns echt geehrt wie super das funktioniert.

 

About MusÏc: Wir haben gelesen, dass ihr aus einem kleinen Dorf Namens Waidring stammt. Wohnt ihr auch noch dort?

Thomas: Ab und zu.

Florian: Also so hin und her. Wir sind sehr viel in Berlin weil unser Produzent auch dort oben ist und wir für zwei Monate in Berlin gewohnt haben. Wir sind ein bisschen am pendeln was aber auch schön ist. Eine schöne Landschaft, wo man auch mal runter kommen kann oder ungestört arbeiten kann. In Berlin ist das dann eben ein bisschen eine andere Situation.

Ramon: Ja. Zwischen Berlin und Waidring was unser Dorf ist. Schlussendlich haben wir die Platte in Berlin aufgenommen. Also war das schon so ein stetiger Pendelprozess von Berlin runter ins schöne Österreich beziehungsweise Tirol. Dort haben wir eigentlich relativ viel vom Album geschrieben aber auch in Berlin wo wir im Zuge von Sessions die Songs auch fertig komponiert haben.

 

About MusÏc: Was kann man in Waldring noch so anstellen?

Florian: Nur Musik…deswegen.

Thomas: Oder wandern gehen oder Skifahren. Das ist schon sehr cool. Waidring ist auch ein super Ruhepol.

Florian: Und laut sein.

Thomas: Genau laut sein ist auch ein riesen Vorteil.

 

About MusÏc: Super – Vielen Dank für das Interview.

 

Wer mehr über die NIHILS erfahren möchte schaut am Besten auf deren Facebook Seite vorbei -> NIHILS

Hier das Video zum Song: „Not A Man Of Violence“ – wir sind dann mal am dancen!

Das Interview wurde geführt am 29.September 2015 von Stephanie Bauer

Snoop Dogg

Am 21.Juli spielt dieser eine Exklusive Deutschland-Show in Stuttgart auf der Freilichtbühne Killesberg.

Green Day

wisst ihr noch damals 1990…von „Green Day“ ist ein uraltes Konzertvideo im Netz aufgetaucht. Anschauen lohnt sich!

%d Bloggern gefällt das: