The Maccabees – Konzert am 02.02.2016 im Strom in München

Konzerte wie sie sein müssen erleben wir immer wieder im fernen München.

The Maccabees waren zu Gast im Strom. Das Strom – eine kleiner schwitziger Club in dem wie es der Name schon verrät wohl alles unter Strom steht? Nicht ganz aber irgendwie doch.

Das Konzert der Londoner Band war leider nicht ausverkauft – musste sogar zuvor „runter-verlegt“ werden da zu wenige Karten verkauft wurden…wir verstehen es nicht. Haben sie doch in ihrer Heimat drei Tage nacheinander die Brixton Academy ausverkauft. Etwas verspätet öffneten sich die Türen des Stroms und es ging für uns mangels Fotograben direkt nach vorne zur Bühne.

Vorband war Johnny Lloyd, dem ein oder anderen eventuell noch bekannt als Leadsänger der Band Tribes. Fast heimlich haben die sich dann aber irgendwann aufgelöst. Dieser Johnny scheint es aber drauf zu haben sonst würde er nicht mit Kollegen wie The Kooks, Mystery Jets oder Carl Barat zusammenarbeiten. Und dann eben The Maccabees die einige seiner Songs produziert haben und ihn gleich mal mit auf Europa Tournee genommen haben. Mit dabei bei seinen live Auftritten hat Johnny Lloyd eine Band bestehend aus zwei Herren und einer Dame. Insgesamt klang es für uns aber doch noch etwas nach den Tribes. Nach seinem Auftritt war das Publikum auf jeden Fall bereit für mehr.

IMG_7451-2

The Maccabees eröffneten ihr Set mit Marks To Prove It. Dem Titeltrack des aktuellen Albums und wohl der „einheiz“ Song überhaupt. Laute Schreie und jeder musste sich bewegen selbst wenn man es eigentlich gar nicht wollte wurde man von der Atmopshäre einfach mitgerissen. Gleichzeitig stiegen aber auch sofort die Temperaturen in dem kleinen Club an. Sweat.Sweat.Sweat.

Klassiker wie Feel To Follow, Wall Of Arms, Love You Better, X-Ray wurden gespielt aber natürlich auch zahlreiche Songs vom neuen Album. Rundum eine super Setlist auch wenn wir ein ganz klein wenig den Song Mary vermisst haben. Das Publikum war sehr textsicher – lag aber vielleicht auch an den zahlreichen Engländern die im Publikum waren. Die freute es natürlich sehr, dass die Band bei uns in einem solch kleinen Club spielte.

Something Like Happiness war der letzte Song vor der Zugabe. Während die Band eine kurze Pause einlegte, sang das Publikum brav den Song weiter und weiter bis die Band wieder zurück auf die Bühne kam. Das ist Liebe. Es klang anscheinend auch wunderschön meinte Sänger Orlando Weeks. Haaach.

IMG_7569-2

Voll nett zum Abschied bekam jeder der seine Hand auf die Bühne streckte noch einen feuchten Händedruck von den Maccabees. Und ja die Engländer bekamen noch ein extra Dankeschön dass sie so weit gereist waren. Ein toller Abend mit einer sehr gut gelaunten Band die richtig Spaß hatte in dem kleinen Strom in München zu spielen. Hope to see you soon!

Review/Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Frank Turner & The Sleeping Souls – Konzert am 20.01.2016 im LKA in Stuttgart

Ein ausverkauftes Konzert erwartete uns am vergangenen Mittwoch im Stuttgarter LKA Longhorn. Frank Turner war zu Gast und brachte neben seiner Band The Sleeping Souls auch zwei Support Acts mit. Bevor das Konzert jedoch startete konnten wir uns mit Bier und David Bowie Songs auf das Konzert einstimmen.

Den Abend eröffnen durfte Will Varley, ein britischer Singer-, Songwriter der schon öfters Frank Turner supporten durfte. Seine Songs haben Charme und mit dem typisch trockenen, englischen Humor stellte er uns seine Geschichten und Lebensweisheiten vor. Ob es nun um Versicherungsmakler ging, die dauernd bei ihm anrufen oder einer Katze mir der man Geld verdienen kann. Will Varley machte Spaß auf mehr.

IMG_7036 Kopie

IMG_7041 Kopie

Zweite Vorband waren Skinny Lister ebenfalls aus den UK. Mit ihrem britisch-irischen-Folk-Punk heizten sie dem Publikum weiter ein und erinnerten uns ein wenig an Flogging Molly. Im Vordergrund stand eindeutig die einzige Frau im Bunde – Lorna Thomas die mit ihrem Blümchenkleid und den roten Schuhen fegte sie über die Bühne und zog alle Blicke auf sich.

Das Stuttgarter Publikum war an diesem Abend besonders gut drauf und machte bei beiden Support Acts richtig gut mit.

IMG_7056 Kopie

IMG_7084

Mit großen Sprüngen kam Frank Turner auf die Bühne und begann sein Set mit dem Song The Next Storm aus seinem aktuellen Album Positive Songs For Negativ People. Und gefühlt folgte ein Hit nach dem anderen. Nach den ersten drei Songs war Frank Turner’s Hemd nass und auch die Temperaturen im LKA stiegen an – Saunaatmosphäre.

IMG_7353 Kopie

Aber beschweren wollen wir uns nicht – nein. Ein großartiges Konzert lieferte Frank Turner da ab. Das Publikum sang begeistert jeden Song mit und wir fühlten uns fast so als wären wie bei einem Konzert in Turners Heimat England.

IMG_7242 Kopie

Es gab natürlich auch ruhigere Parts bei denen man sich erholen konnte. Beispielsweise als er einen seiner Songs zur Hälfte David Bowie und zur anderen Hälfte Lemmy widmete. Ein emotionaler Moment bei dem man merkte, wieviel ihm diese beiden Künstler bedeutet haben.

Sympathisch zettelte er während der Show eine Battle zwischen der Publikumsseite seines Bassisten und der seines Gitarristen an. Die Seite die am Ende den kräftigsten Applaus gab bekam ein von der Band unterschriebenes drumhead zugeworfen.

Etwas negativ aufgefallen ist ein „junger“ Mann – ein Querulant, der das Konzert durch Zwischenrufe störte und anschließend von Frank Turner höchstpersönlich aus dem Konzert geworfen wurde – richtig so!

Frank Turner spielte fast zwei Stunden lang eine energiegeladene Show vom Feinsten.

Aber nicht nur Frank Turner und seine Band The Sleeping Souls hatten große Freude an diesem Abend. Selten blickt man nach einem Konzert in so viele strahlende, glückliche und zufriedene Gesichter wie es an diesem Mittwoch in Stuttgart der Fall war.

IMG_7412 Kopie

Vielen Dank Mr. Frank Turner!

Review/Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Kris Roe – Konzert am 19.01.2016 im 1210 in Stuttgart

Kris Roe der Frontmann der Band The Ataris ist zur Zeit auf Solo Akustik Tour und machte einen Zwischenstopp im Stuttgarter Club 1210.

Etwas später als geplant startete das Konzert mit der Vorband Slimboy. Die Schweizer spielen Alternativ – Punk Rock und gaben sich trotz des kleinen Publikums sehr viel Mühe das Ding zu rocken. Und es gelang ihnen. Ihre Musik taugt zum moshen und Spaß haben.

Slimboy

Nach einer kurzen Pause kam Kris Roe auf die Bühne. Entspannt, gut gelaunt und locker machte er erstmal seinen Soundcheck. Dann begann er seine Akustik Show. Sein Set war gefüllt mit 15 Songs die größtenteils aus dem Repertoire seiner Band The Ataris stammten. Aber auch unbekannte Songs die es nie auf ein Album geschafft haben stellt Roe vor. Während seines Sets fühlt man sich geborgen und es kam einem vor als wäre man auf einem gemütlichen Wohnzimmerkonzert eines guten alten Bekannten – Kris Roe. Sympathisch nahm er gegen Ende des Sets auch Songwünsche aus dem Publikum entgegen. Zwischendurch witzelt er und verriet, dass The Ataris zur Zeit an einem neuen Album arbeiten sowie eine Vinyl mit unveröffentlichten Songs demnächst gepresst wird.

IMG_6907

Als Zugabe holte er sich seine Vorband Slimboy auf die Bühne und spielt gemeinsam mit ihnen zwei Ataris Songs. Natürlich dann im Punk Rock – Ataris Style.

IMG_6927

 

Leider war das Konzert am Dienstag Abend sehr schlecht besucht. Wie immer ist das sehr schade für die Künstler aber auch für das restliche Publikum. Wir fragen uns warum das Konzert so schlecht besucht wurde, Kris Roe’s Band The Ataris sind ja nun nicht ganz unbekannt und Akustik Konzerte in Stuttgart rar gesät. Lag es vielleicht an der Fliegerbombe, dem Wetter oder gar dem Feinstaubverbot? Schade. Aber dennoch war es ein sehr schönes Konzert und die Künstler machten das Beste aus der Situation.

Review/Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

NIHILS – Interview am 29.09.2015 in der Schräglage in Stuttgart

NIHILS das sind Ramon, Florian und Thomas, die mit ihrer Musik die ganze Welt bereisen wollen. In den letzten Wochen tourten sie zum ersten Mal durch Deutschland und brachten uns eine erfrischende Ladung Elektro Pop mit. Wir haben die drei vergangene Woche nach ihrer Show in der Stuttgarter Schräglage getroffen und uns mit ihnen über ihr im Frühjahr erscheinendes Debütalbum, den Hype um österreichische Bands und was sie eigentlich so einzigartig macht, unterhalten.

© Gabriel Hyden © NIHILS

© Gabriel Hyden
© NIHILS

 

About MusÏc:  Wie war eure Show hier in Stuttgart?

Ramon: Super.

Florian: Hat Spaß gemacht.

Thomas: Das erste Mal Stuttgart.

Florian: Ja, das erste Mal Stuttgart und es waren sehr viele Leute da. Den Leuten hat es glaube ich auch ganz gut gefallen. Dann macht das auch echt Spaß.

Thomas: Genau.

 

About MusÏc: Wie kam es dazu, dass ihr Nisse auf seiner Tour supporten durftet?

Florian: Wir kennen „Nisse“ schon länger. Wir haben vor ein paar Jahren schon mit ihm gearbeitet und deswegen…als er dann eine Tour geplant hatte, da hat er uns gefragt. Also wir kannten ihn schon davor. Und wegen den „N’s“ und so – das war alles sehr stimmig. (lacht)

Thomas: Das hat alles sehr gut zusammen gepasst.

Florian: NIHILS – Nisse

(alle lachen)

 

About MusÏc: Ihr habt vor wenigen Tagen euren neuen Song „Not A Man Of Violence“ veröffentlicht. Wie wird der neue Song vom Publikum aufgenommen?

Florian: Bis jetzt gut. Das Feedback ist auf jeden Fall gut. Wir haben den Song noch nicht oft gespielt und er ist auch noch nicht so lange draußen. Das Ganze mit den Radios fängt erst jetzt so richtig an, deshalb dauert es noch ein bisschen bis man mitbekommt wie er wirklich läuft. Das war bei unserem letzten Song genau das Gleiche – am Anfang dauert es ein bisschen und irgendwann bekommen es die Leute mit. Es fangen dann die Radio plays an und dann werden wir das erst sehen.

Thomas: Das ist vielleicht auch der Grund. Da wir keine riesen Firma im Hintergrund haben sondern zur Zeit noch alles selber machen. Deshalb sind auch die finanziellen Mittel nicht da so dass man sagt: „jetzt fangen wir mal mit der Promo in ganz Deutschland an“. Wir lassen das einfach so wachsen und schauen. Wir spielen jetzt eben die Support Tour mit „Nisse“ und pragmatisch gesehen werben wir so für unser Produkt.

 

About MusÏc: Erzählt uns etwas über euer kommendes Album.

Ramon: Wir haben vor 1-2 Jahren unseren Song „Lovers on the Run“ released, dann „Help Our Souls“ und jetzt „Not A Man Of Violence“ und man sieht schon, dass sich die Stilistik leicht geändert hat. „Not a Man of Violence“ ist auf jeden Fall ein Vorbote zum neuen Album. Was es für einen Sound hat, was für einen Nutzen und auch von der Stilrichtung her. Ich glaube damit kann man sich ganz gut einstellen. Also wenn einem das gefällt, dann gefällt einem wirklich auch das Album.

Florian: Ihr hab ja jetzt schon viel gehört von der Live Show. Da sind einige Songs vom neuen Album dabei gewesen.

Thomas: Genau.

 

About MusÏc: Hat das Album schon einen Namen?

Ramon: Noch nicht.

Thomas: Das verraten wir noch nicht aber es gibt natürlich schon ein paar Ideen aber die sind noch nicht für die Masse gedacht.

 

About MusÏc: Wieviele Songs werden auf dem Album sein?

Florian: Zehn oder?

Thomas: Elf ja.

Florian: Zehn oder Elf.

 

About MusÏc: Hat das Album schon ein Release Date?

Alle: Nein. (voraussichtlich im Frühjahr 2016 a.d.R.)

 

About MusÏc: Wie entscheidet ihr welcher Song schlussendlich aufs Album kommt?

Florian: Schlussendlich – wie es einfach zusammen passt. Wenn ein Song dann nicht mehr drauf passt…wir hatten eigentlich noch andere geplant aber wenn der Song nicht mehr ins Konzept passt, dann fliegt der raus.

Thomas: Ja es geht auch mehr darum, dass das Album für den Hörer ein bisschen unterschiedlich ist und auch interessant. So dass man eben nicht zehn gleiche Nummern hat. Das ist uns auch sehr wichtig, dass der, der die Platte dann kauft auch ein spannendes und stimmiges Album hat.

 

About MusÏc: Gibt es einen Song auf dem Album der euch besonders stolz macht?

Ramon: Wir hoffen, dass alle Songs gut sind.

(alle lachen)

Thomas: Es gibt verschiedene Songs für verschiedene Momente.

Florian: Ja.

Thomas: Das heißt es gibt „Autofahr-Nummern“ und es gibt „Club-Nummern“ – es soll eben von allem etwas dabei sein.

 

About MusÏc: Gibt es auch einen Song zum abtanzen? 

Florian: Ja ich denke schon.

Ramon: Doch das hoffen wir.

Thomas: Für uns schon. Wie ist es euch ergangen? War für euch etwas dabei?

Ramon: Habt ihr tanzen können?

About MusÏc: Ja.

Alle: Sehr gut.

 

About MusÏc: Es gibt zwei österreichische Bands die in den letzten 1-2 Jahren ziemlich erfolgreich in Deutschland unterwegs waren. Wisst ihr wen wir meinen und was haltet ihr von diesen beiden Bands?

Florian: Wir sind auf jeden Fall große „Bilderbuch“ Fans. Die finden wir schon sehr lange cool. Also wir hatten die schon vor ungefähr 6 Jahren auf unserem Festival, welches wir veranstaltet hatten. Die haben jetzt nochmal einen drauf gehauen mit dem Stil den sie jetzt fahren. Der passt einfach am besten zu ihnen. „Wanda“ ist halt eher so ein Konzept aber die haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Für mich persönlich ist das nicht so meine Musik aber es ist schon krass, was sie damit anstellen.

Thomas: Ja schön zu sehen wie es funktioniert. Also das ist wirklich super wenn es eine neue Band gibt und die gehen einfach so durch die Decke. Das ist einfach geil. Das freut uns auch. Gerade, dass das Österreich Ding so gut funktioniert ist stark zu sehen.

Florian: Es ist auch schön, dass es so viele gute österreichische Bands gibt, auf die nun ein bisschen mehr die Augen geworfen werden. So dass es die zwei jetzt rüber geschafft haben.

 

About MusÏc: Seid mal kurz arrogant – was macht eure Band einmalig? Wieso kann man sich euch nicht entgehen lassen?

Florian: Ich denke einfach die Stimme und natürlich dass der Ramon ein Muttersprachler – Englisch ist. Das ist etwas das uns vielleicht schon hilft und das uns auch nicht nur in unserem Raum sondern auch international verständlicher macht.

Thomas: Ja und auch warum die Texte selbst in englisch sind. Also das ist jetzt nichts aufgesetztes so von wegen wir sind drei Österreicher die Mal daran denken englisch zu singen sondern es kommt einfach mehr von innen beziehungsweise die Gefühle werden besser ausgedrückt. Ich glaube das kann der Ramon einfach besser ausdrücken. Deswegen ist es nicht so, dass wir uns verstellen müssen um englisch zu singen. Es ist wie es ist. Wie es rauskommt. Das ist einfach schöner. Das ist glaube ich auch bei „Wanda“ so. Der singt eben seinen Wiener Dialekt und bei „Bilderbuch“ ist das genauso. Die verstellen sich nicht. Das ist das Schöne und ich glaube das macht auch die Künstler irgendwie einzigartig.

Ramon: Ich glaube es ist auch einfach ein Mix aus den verschiedenen Charakteren die in unserer Band sind. Das ist doch ein recht authentisches und ungewöhnliches Set Up das wir da haben. Dadurch, dass es uns auch schon echt lange gibt und wir schon lange in dieser Konstellation arbeiten und auch wie wir zusammen arbeiten. Wir machen extrem vieles selber und das ist glaube ich das, was uns ausmacht.

 

About MusÏc: Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Florian: Ganz klassisch im Kindergarten.

Thomas: Genau.

Florian: Das ist cool.

Thomas: Kein Spaß. Freundschaft seit klein auf.

 

About MusÏc: Eine typische Frage an euch – welche Ziele habt ihr als Band und wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Florian: Da gibt viele Ziele. Die müssen jetzt erst einmal abgearbeitet werden. Es gibt natürlich immer das große Ziel da vorne und das ist schon, dass wir von der Musik leben können. Das wir die Shows spielen können, die wir uns so vorstellen und das wir die Welt bereisen können. Aber diese Ziele hat jede Band.

Thomas: Also den Gedanken haben wir uns schon hoch gesetzt.

Florian: Ja genau.

Thomas: Aber wir finden, dass man sich das muss. Wenn man sich zu viele kleine Ziele setzt, dann verliert man vielleicht auch.

Florian: Man muss groß denken und dann Schritt für Schritt darauf hin arbeiten. Das ist der Weg den wir fahren.

Thomas: Genau.

 

About MusÏc: Werdet ihr nochmal in Deutschland touren?

Florian: Das kommt auf das Publikum an aber ja.

Thomas: Hoffentlich! Wenn es euch gefallen hat.

Ramon: Wir finden das deutsche Publikum auf jeden Fall super. Es reagiert echt sehr gut auf unsere Musik obwohl die Leute uns überhaupt nicht kennen. So haben wir eigentlich nur eine Show Zeit um die Leute zu überzeugen beziehungsweise eine Reaktion zu bekommen. Bis jetzt fühlen wir uns echt geehrt wie super das funktioniert.

 

About MusÏc: Wir haben gelesen, dass ihr aus einem kleinen Dorf Namens Waidring stammt. Wohnt ihr auch noch dort?

Thomas: Ab und zu.

Florian: Also so hin und her. Wir sind sehr viel in Berlin weil unser Produzent auch dort oben ist und wir für zwei Monate in Berlin gewohnt haben. Wir sind ein bisschen am pendeln was aber auch schön ist. Eine schöne Landschaft, wo man auch mal runter kommen kann oder ungestört arbeiten kann. In Berlin ist das dann eben ein bisschen eine andere Situation.

Ramon: Ja. Zwischen Berlin und Waidring was unser Dorf ist. Schlussendlich haben wir die Platte in Berlin aufgenommen. Also war das schon so ein stetiger Pendelprozess von Berlin runter ins schöne Österreich beziehungsweise Tirol. Dort haben wir eigentlich relativ viel vom Album geschrieben aber auch in Berlin wo wir im Zuge von Sessions die Songs auch fertig komponiert haben.

 

About MusÏc: Was kann man in Waldring noch so anstellen?

Florian: Nur Musik…deswegen.

Thomas: Oder wandern gehen oder Skifahren. Das ist schon sehr cool. Waidring ist auch ein super Ruhepol.

Florian: Und laut sein.

Thomas: Genau laut sein ist auch ein riesen Vorteil.

 

About MusÏc: Super – Vielen Dank für das Interview.

 

Wer mehr über die NIHILS erfahren möchte schaut am Besten auf deren Facebook Seite vorbei -> NIHILS

Hier das Video zum Song: „Not A Man Of Violence“ – wir sind dann mal am dancen!

Das Interview wurde geführt am 29.September 2015 von Stephanie Bauer

SCHMUTZKI – Interview am 08.08.2015 auf dem Taubertal Festival

Die Stuttgarter Band SCHMUTZKI startet gerade voll durch.
Anfang Juni warfen sie ihr erstes Album BÄM auf den Markt und ernteten damit durchweg Lob.
Sie touren in Deutschland, Österreich und der Schweiz und sind dieses Jahr auf fast allen Festivals vertreten.
Dazu kommt, dass sie die ganz großen Supporten dürfen ob die Beatsteaks auf Klubtour oder demnächst Die Toten Hosen in einem der größten Stadien der Schweiz.
Diese Jungs mussten wir einfach kennenlernen und so trafen wir SCHMUTZKI zum Interview.
Wir unterhielten uns mit ihnen über Festivals, besonders peinliche Auftritte und die verzweifelte Suche nach einem Proberaum in Stuttgart. BÄM!

SCHMUTZKI_rot_quer

© SCHMUTZKI @ KKT

 
About MusÏc: Wir haben gehört, dass ihr privat auch öfters auf Festivals unterwegs seid?

Beat: Ja, aber jetzt haben wir wenig Zeit dafür. Wir sind von Anfang Juni bis Ende September eigentlich durchgehend auf Festivals und wenn dann mal ein Wochenende dazwischen frei ist, dann haben wir eher Bock etwas anderes zu machen. Aber wir waren jahrelang Festivalgänger also wir kommen aus Konstanz ursprünglich und dort ist das „Southside Festival“ relativ nah und natürlich „Rock am See“ als unser Haus und Hof Festival.

Dany: Auf dem wir dieses Jahr endlich auch spielen.

Beat: Genau, auf dem wir endlich auch spielen. Dort war ich glaube ich zum ersten Mal als ich 8 Jahre alt war oder sowas. Mit meinem Vater und so und ab 15, 16 Jahren waren wir dann jedes Jahr am „Southside Festival“. Ich glaube zwölf Jahre hintereinander.

Dany: Ja „SCHMUTZKI“ gab es da zwar schon, aber wir durften dann irgendwann auch beim „Southside“ spielen, weil wir so einen Wettbewerb gewonnen hatten. Wir haben dann damals schon zum ersten Mal diese Aktion auf dem Campingplatz gemacht. Dort zu spielen und auch die Leute dort ein bisschen zu vereinen, das hat uns auch noch einmal unheimlich weiter gebracht. Vor allem was so das Gefühl für diese Band angeht und auch dieses Gemeinschaftsgefühl mit den Leuten, die uns hören. Das hat uns sehr inspiriert damals und auch gezeigt, dass die Band wirklich vielleicht irgendein Potential hat. Das war uns damals noch gar nicht so wirklich klar. Deswegen ist das ganze Festivalthema für uns nicht nur wichtig um auf der Bühne zu stehen, sondern gibt uns auch ein Stück weit eine Identität für diese Band. Einen Teil davon zumindest.

 
About MusÏc: Als ihr selbst noch privat auf den Festivals unterwegs wart, war der Headliner bei euch der dann der Campingplatz?
 
Beat: (lacht) Also man kam an und dann war schon eher erstmal der Campingplatz der Headliner. Aber ich hab es eigentlich geil gefunden, am Samstag und Sonntag direkt wenn das Gelände aufgemacht hat zum „auskatern“ einfach mal rüber zu schlendern und sich irgendwelche Bands die man nicht kennt anzuschauen.

Dany: Ich hab es tatsächlich einmal geschafft drei Tage auf einem Festival zu sein und zwei Bands zu sehen.

Beat: (lacht)

Dany: Aber da hat es auch geregnet und wir hatten eine Bong dabei.

 
About MusÏc: Seid ihr Flunkyball Spieler?

 
Flo: Total.

Dany: Die zwei schon…in der Regel, vermeide ich jegliche sportliche Betätigung. Deswegen halte ich mich da auch tendenziell raus – wurde aber auch schon einige Male genötigt und muss zugeben – das macht schon Spaß.

Flo: Gestern mussten wir in einem schönen Interview mit Film und Fernsehen Flunkyball spielen. Und du (Beat a.d.R.) hast verloren.

Beat: Ich habe verloren.

Dany: Er hat verloren.

Beat: Obwohl ich großkotzig gesagt habe „Ich verliere nie“.

Flo: Nee, das gehört irgendwie dazu. Das ist genau der Campingplatz.

Dany: Wir müssen nur immer ein bisschen aufpassen wenn wir auf den Campingplätzen sind weil wir müssen danach ja noch spielen. Das heißt, wir können uns nicht komplett mit Alkohol aus dem Leben schießen, sondern müssen schon noch einigermaßen frisch von dort zurückkommen. In der Regel tun wir uns schon schwer, aber versuchen uns nicht hinreißen zu lassen, die Trinkspielchen mitzumachen. Sonst wird es bei solchen Temperaturen (heute über 30 Grad a.d.R.) auch nicht mehr möglich sein eine vernünftige Show zu spielen.

 
About MusÏc: Habt ihr für Festival Anfänger irgendwelche Tipps für das erste Festival?

Beat: Sonnencreme ist etwas Gutes, wenn man ganz weiß ist.

Flo: Das erste Festival bei dem wir beide zusammen waren (mit Beat a.d.R.), da waren wir 14 Jahre oder so. Damals hatten wir an sozusagen alles gedacht, aber auch an nichts. Wir hatten nur ein Zelt dabei und massig Bier. Es war brutalst heiß und es war echt so, dass wir so viel schönes Bier hatten und es stand da so am Zeltrand und du konntest es gar nicht anfassen… nicht mal die Dose weil es so geglüht hat. Dann hast du eben doch sehr viel Geld investiert um dir kaltes Bier zu kaufen. Mit den Jahren wurden wir professioneller und hatten immer so kleine Wasserbecken dabei.

Beat: Ja wobei das irgendwann…

Flo: Das hat auch nicht so richtig funktioniert.

Beat: Also meine Empfehlung ist – kenne deine Kondition und sei nicht so früh betrunken weil sonst verpasst du das Beste.

Flo: Genau.

Dany: Das ist ja immer das gefährlich. Du fängst morgens um 10, 11 Uhr an zu trinken aber verträgst vielleicht noch nicht so viel. Dann verpasst du den schönen Abend oder weißt am nächsten Tag nichts mehr davon weil du halt zu früh zu viel gemacht hast. Also da schön raushalten, dass man auch noch im Partyzelt „all nighten“ kann.

 
About MusÏc: Ihr durftet dieses Jahr schon auf den richtig großen Festivals spielen Beispielsweise bei „Rock am Ring“. Gab es für euch Backstage einen „Fanboy“ Moment, also dass ihr richtig große Stars getroffen habt, wie zum Beispiel die „Foo Fighters“?

Beat: Tatsächlich haben wir eigentlich niemanden so wirklich getroffen. Also gerade bei „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ war in dem Moment als wir dort abhingen, niemand so richtig da.

Dany: Ich muss gerade überlegen…

Flo: Man muss sagen, die Backstage Bereiche werden ja auch immer langweiliger und alle sitzen in Badehose rum und haben irgendwelche Flip Flops an.

Beat: Alle sitzen nur rum.

Dany: Das ist wie eine Kantine. Wir haben unsere Momente auf den Zeltplätzen mit unseren Leuten.

Flo: Deshalb verbringen wir gar nicht so viel Zeit im Backstage.

Dany: Klar, dann läuft dort vielleicht mal der Schlagzeuger von den „Foo Fighters“ vorbei und du denkst „wow der Schlagzeuger von den Foo Fighters“ aber dann rennst du da auch nicht hin und penetrierst den irgendwie. Die wollen natürlich auch ihre Ruhe haben. Das ist natürlich schon lustig solche Leute einmal von nah zu sehen.

Flo: Aber heute zum Beispiel an unserem Tisch dort drüben, da sitzen unsere Leute und der „Inge“ von „Against Me“.

Dany: Der hat übrigens gesagt: „aus Aufkleber Bands wird nie was“ wir werden das Gegenteil beweisen. Wir haben ja auch einen Song darüber geschrieben, so ein bisschen über Backstage. Diesen Mythos „Backstage Bereich“ und was da alles so ominöses passiert. Eigentlich ist es doch ganz schön professionell und auch langweilig dort. Deswegen kann man den Leuten eigentlich nur sagen: „seid froh, dass ihr auf der anderen Seite seid, weil da habt ihr viel mehr Spaß“.

 
About MusÏc: Habt ihr musikalische Vorbilder?

Beat: Also klar haben wir musikalische Vorbilder. Wo wir drei uns eigentlich recht sicher sind und auch immer wieder treffen, das ist so bei diesen Kalifornier Punkrock Geschichten. „NOFX“ und wie sie alle heißen.

Dany: Was man halt in den Neunzigern gehört hat. Dabei sind wir voll auf einer Linie. Was wir ziemlich viel hören sind die „Misfits“. Das ist so eine Band bei der wir ziemlich viel Inspiration rausziehen.

Flo: Die „Beatsteaks“.

Dany: Die „Beatsteaks“ auf jeden Fall.

Beat: Es gibt schon viele Bands und wir haben eine große Schnittmenge an Sachen, die wir geil finden. Dann hat aber auch jeder noch seine eigene Sparte mit der die anderen dann nicht wirklich viel anfangen können.

Dany: Ich glaube das Geheimnis ist, wenn du eine Band magst ist es natürlich auch so, dass du zwar Inspiration hast, aber dich dann nicht zu stark an dieser bestimmten Band orientierst. Weil sonst wirst du die einfach kopieren und dann wird es niemanden interessieren was du machst, da es das ja schon gibt. Also ich denke das ist auch unser Rezept, dass wir mit recht unterschiedlichen Einflüssen zusammenkommen und es deswegen auch ein bisschen schaffen, unser eigenes Ding zu machen. Ich denke darauf kommt es auf jeden Fall an – es gibt nicht diese eine Band. Ich zum Beispiel höre wahnsinnig gerne „Queens of the Stone Age“ aber auch härtere Sachen im Metal Bereich und so. Da steckt überall etwas drin was man auch wieder verwenden kann und es hinterher niemanden auffällt.

 
About MusÏc: Was war euer bisher schlimmster Auftritt?

Dany: Also man muss sagen, dass wir sind so eine Band, die bisher einfach Glück hatte. Wir hatten natürlich auch Auftritte, bei denen niemand da war und so…

Flo: Doch wir haben einmal was gemacht. Ich muss sagen, wir hatten einmal die Idee einen WM Song zu machen und dann haben wir einen Playback Auftritt gemacht für einen Radiosender bei dem eigentlich alle nur das Deutschland Spiel schauen wollten.

Dany: Bei so einem Public Viewing Ding in Stuttgart.

Beat: Das war das Schlimmste was wir je gemacht haben.

Flo: Letztes Jahr und dann kamen wir dort an und irgendwie war so – ja ok es gibt keine Monitore. Die Monitore sind ja auch immer für uns da, damit wir auch etwas hören. Weil wenn du spielst, dann hörst du ja nicht was nach draußen geht. Ja und die gab es irgendwie nicht. Und dann gab es dort ebenso ein Playback und wir hatten recht laut auf den Trommeln rumgeklopft. Plötzlich haben wir dann überhaupt nichts mehr gehört und „Beat“ sollte dazu eben noch Playback singen. (lacht)

Dany: Wir konnten nicht live spielen weil das so eine ganz schnelle Geschichte war, bei der man jetzt nicht auch noch ein Schlagzeug oder was weiß ich aufbauen konnte.

Flo: Und es saßen irgendwelche Leute an den irgendwelchen Bierbänken, die eigentlich auf das Deutschland Spiel gewartet haben.

Dany: Und dann war das Problem, dass das Playback irgendwann nicht mehr überein gestimmt hat mit dem was wir da gemacht haben, plus „Beat“ hat dann live gesungen. Das hat dann auch nicht mehr gepasst. Das muss sich gruselig angehört haben – machen wir so in der Form nie wieder, versprochen! Das war auf jeden Fall der Auftritt, bei dem ich mich danach am meisten oder vielleicht überhaupt der einzige Auftritt, bei dem ich mich wirklich danach geschämt habe. Also bei sowas muss man vorsichtig sein. Das muss man vorher besser auschecken.

 
About MusÏc: Gibt es das auf „Youtube“?

Beat: Nein, also bisher ist es noch nicht aufgetaucht.

Flo: Nein.

Dany: Was mir einmal passiert ist, was aber im Endeffekt lustig war – davon gibt es übrigens ein Video deshalb komme ich jetzt da drauf. Ich wollte einmal total Rockstar mäßig Stage Diven auf unsere Fans bei einem unserer Konzerte.

Flo: Aber er hat es ungefähr zwei Sekunden davor angekündigt.

Dany: Das war zu spontan.

Flo:„Jetzt spring ich gleich“ (lacht)

Dany: Und die Leute haben nur gedacht „shit da kommt irgendwas geflogen, schnell weggehen“ und ich bin halt schön in ein Loch vor der Bühne reingefallen. Das hätte auch anders ausgehen können aber mir ist zum Glück nichts passiert.

Flo: Das gibt es bei Youtube. „SCHMUTZKI“ @ Epic Fail

Dany: Epic Fail – „SCHMUTZKI“. Mir ist zum Glück nichts passiert, aber ich kann es niemanden empfehlen. Also wenn ihr Stage Diven wollt, dann guckt, dass dort jemand steht. Das ist vorteilhaft.

 
About MusÏc: Und was war bisher euer bester Auftritt?

Beat: Also das „Southside“ dieses Jahr war super. Aber auch heute was super.

Dany: „Taubertal“.

Beat: Es ist alles irgendwie.

Dany: Wir hatten jetzt diese Saison wahnsinnig viele geile Konzerte, bei denen du ungern eines rausstellen willst. Aber das „Southside“ ist ein Festival, bei dem wir persönlich als Fans schon x Mal waren und bei dem man auch schon immer die Bands angehimmelt hat. Jetzt durfte man dort auf der Bühne stehen und das Zelt war voll. Da passen – keine Ahnung 6 oder 7 tausend Menschen rein – und die sind alle voll ausgeflippt. Das war schon einer dieser Momente wo du denkst – okay wir haben nicht alles falsch gemacht.

 
About MusÏc: Ihr habt einen neuen Proberaum via Facebook gesucht, war die Suche erfolgreich?

Beat: Noch nicht. Wir sind weiter auf der Suche.

Dany: Zum Glück haben wir ihn noch nicht verloren. Es wird wahrscheinlich das Gebäude abgerissen in dem wir gerade proben und deswegen rechnen wir damit, dass in den nächsten Monaten „finito“ sein könnte.

Flo: Das ist ein riesen Problem, wenn es den Städten zu gut geht beziehungsweise vielleicht in Deutschland allgemein. Diese Räume, die sich dann anbieten würden werden sofort wieder saniert oder es wird abgebrochen und dann ein Wohnblock hingebaut.

Dany: Da kannste halt 30 Kilometer fahren und dann würden wir auch einen Proberaum finden aber das führt dazu, dass wir dann halt nicht mehr proben.

Flo: Und gerade für eine junge Band… als wir angefangen haben mit 14, 15 Jahren damals haben wir anfangs bei mir daheim geprobt. Das ist aber nicht das gleiche wie wenn du einfach einen Proberaum hast, wo du hingehen kannst.

Dany: Unser Appell an alle Leute die vielleicht eine Firma haben mit großen Hallen oder Leute die ein leerstehendes Gebäude haben – was auch immer. Fasst euch ein Herz und lasst Bands darin proben. Es ist schon gut, wenn die Kids Musik machen können weil dann kommen sie nicht nur auf dummes Zeug, sondern beschäftigen sich mit was sinnvollem. Etwas das wertvoll ist auch wenn es manchmal so wirkt, als wäre Musik und Rock vielleicht nur ein Zeitvertreib oder so. Aber das ist so wichtig, dass einfach die Möglichkeiten bestehen für die Kiddies, Musik zu machen. Das ist gerade bei uns in Stuttgart ein großes Problem. Selbst eine Band wie wir hat große Probleme einen Proberaum zu finden. Dann kann man es sich ausrechnen wie schwierig es für 16, 17 Jährige ist die niemanden kennen.

Flo: Für uns ist es auch schon echt viel Geld wenn du 200 Euro im Monat für einen Proberaum zahlst, der eigentlich echt scheiße ist. Das ist dann nur ein Kellerraum für den du auf den Quadratmeter 10 bis 12 Euro zahlst. Wie für eine richtig teure Wohnung und das nur weil es ein Proberaum ist. Das ist schon richtig krass, weil wenn du jetzt überlegst, als wir da 14, 15 Jahre waren, hättest du damals selbst die 400 Mark im Monat gehabt?

Dany: Ja die Städte investieren viel Geld um zum Beispiel irgendwelche Stadtfeste zu machen. Dort treten dann bekannte Bands auf – am besten auch noch aus dem Ausland. Hier findet dann eigentlich Bandförderung statt und dann aber für den Nachwuchs hier nichts tun. Das ist ein Fehler.

 
About MusÏc: Habt ihr einen Party Tipp?

Beat: Saures Radler – damit kann man länger trinken und man hat am nächsten Tag keine Kopfschmerzen.

Flo: Ich hab einmal etwas bei den „Beatsteaks“ gelernt. Als wir die Jungs zum ersten Mal kennengelernt hatten. Sie haben einen Manager Typen, der sehr gut ist. Er hatte immer das schöne grüne „Becks – Alkoholfrei“ in der Hand gehabt und hat uns nebenher mit den Schnäpsen abgefüllt. Aber immer sein Alkoholfreies getrunken während wir noch weiter Bier getrunken hatten. Sozusagen er hat Wasser getrunken und wir seine Schnäpse. Das ist ein guter Partytipp. Sieht aus als würdest du Bier trinken weil keiner checkt, dass irgendwo „Alkoholfrei“ drauf steht.

Dany: Mein Tipp ist, falls es dir mal passieren sollte, dass du abends aus dem Haus gehst und mit deinen Leuten anfängst zu trinken und dir fällt dann so ein „shit ich hab nur ganz wenig gegessen“. Wenn man wenig gegessen hat, dann weiß man ja was passiert, man wird sehr schnell nichts mehr von dem Abend wissen. Ein Löffel Olivenöl den man sich pur einflößt. Ist zwar extrem widerwärtig aber…

Flo: Das hat man auch schon in den Russland Verhandlungen gemacht.

Dany: In den Russland Verhandlungen. Der gute alte Adenauer hat damit schon die zwanzigtausend letzten Kriegsgefangenen heimgeholt, weil „mit den Russen, da musste trinken, da musste was vertragen“. Also als letzter Haken wenn man nichts zu Essen hatte: Löffel Olivenöl, dann kannst und schon noch mithalten. Bloß das muss davor sein. Währenddessen funktioniert nicht. Das habe ich alles ausprobiert – selbstverständlich.

 
About MusÏc: Das merken wir uns! Vielen Dank für das Interview.

 

 
Das Interview wurde geführt am 08.August 2015 von Jasmin Zekl und Stephanie Bauer 

%d Bloggern gefällt das: