Taubertal Festival 2015

Taubertal Freitag 

14:30 Uhr Abfahrt in Stuttgart. 40 Grad. 3 Mädels mit Festivalgepäck. 1 Lupo. 0 Klimaanlage.

Bereits auf der Fahrt ins beschauliche Rothenburg wird klar – Die 20. Auflage des Festivals entlang der Tauber wird ein heißes Eisen! Schon auf dem staubigen Weg in der prallen Sonne vom Parkplatz zum Gelände, vorbei an Stoppelfeldern, einer Alpaka Herde und Obstbäumen, mit Blick auf die Burg, die über dem Tal thront, kommen heimatliche Gefühle auf – Taubertal-Festival-Time, again! Yeah!

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Die Vorfreude steigt, als Django 3000 gegen 17:00 Uhr den Abend auf der Hauptbühne eröffnen und mit Geige, Zupfbass und ihrem bayrischen „Balkan Beat“ dem sichtlich hitzegeplagten Publikum anfangs zögerliche, dann fast polka-ähnliche Tanzeinlagen entlockt. Jetzt geht’s los!

Die schwedische Indie-Pop Band, The Majority Says, die im Anschluss spielt, verzaubert mit ungewöhnlichen Vocal-Arrangements, ausgetüftelten Instrumentierungen und fragil-schönen Melodien. Die Stimmung auf dem Gelände könnte nicht „festivalhaftiger“ sein, der Moment ist geradezu perfekt.

Während die Sonne hinter dem Tal untergeht, holt das Publikum tief Luft und bereitet sich auf den ersten „großen“ Act des Abends vor. Pünktlich zur Primetime kommt Farin Urlaub mit seinem Racing Team auf die Bühne. „Rock, mit teilweisen harten Riffs, Stücke, die live krachen“, wollte Farin Urlaub produzieren und unterhält nun mit gewohnt witzigem Charme, mit Wortspielereien, mit einem Mix aus chorlastigem Pop, Latin (ja Latin!), mit einem Schuss Ska, mit Punk, mit Bläsern und Background Chor. „Ich zähl‘ bis zehn und dann will ich Euch springen seh’n!“ Diese Ansage ist Programm – Das Publikum schüttelt die Trägheit des Tages aus den Knochen und tanzt und springt als gäbe es kein Morgen mehr.

Durstig, wie wir nach diesem Auftritt sind, schlendern wir über das Gelände Richtung Biergarten oberhalb der „Sounds-For-Nature-Bühne“ und stehen zur Musik von RDGLDGRN (sprich Red Gold Green) aus Virginia hüfteschwingend in der Warteschlange. Mit ihrer Mischung aus Rock, HipHop und GoGo verblüffen sie nicht nur uns – Auf der 2013 veröffentlichten und selbstbetitelten EP saß Dave Grohe am Schlagzeug und Pharrell Williams gilt als Mitkomponist und Co-Produzent eines Liedes.

Während die letzten Töne vom relativ bekannten Song „Doing The Most“ verklingen steht sie an, die große Glaubensfrage – The Offspring oder doch lieber das Konzert von Olli Schulz? Wir sind hin und her gerissen. Sich bei „Self Esteem“ nochmals wie 18 zu fühlen und zu einem der bekanntesten Songs überhaupt auszuflippen oder doch lieber ein charmanter Entertainer und witziger Geschichtenerzähler, bei der man nie so genau weiß, was ihm als nächstes einfällt? Wir entscheiden uns, wie die Jungs von Kraftklub die während dem Konzert hintern uns stehen im Übrigen auch, für Olli und philosophieren mit ihm über „Spielerfrauen“, „die schrecklich schöne Welt“ und Zeiten, „als Musik noch richtig groß war“.

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Sichtlich beschwingt von diesem schönen Konzerterlebnis, kehren wir zu fortgeschrittener Stunde zur Hauptbühne zurück. Schon nach den ersten Klängen von Kraftklub, bebt das Gelände. Mit Indie Beats, Up-Tempo-Riffs und witzig nachdenklichen Texten trifft die Band den Nerv der Zeit und den des Festivalpublikums. Die Menge ist textsicher, beweist unendlich viel Kondition. Die Bühnenshow ist energiegeladen, interaktiv. So gibt es nicht nur die patentierte „Slow-Motion-Wall-Of-Dead“ zum Mitspringen, nein, gegen Ende veranstaltet die Band sogar noch einen „Crowd Surfing Wettbewerb“ von einem in die Menge gefahrenen (Kraft)Wagen aus. Eins, zwei, drei und Steffen, der Leadgitarrist und Keyboarder, gewinnt – mal wieder! Unter weiß-rotem Regen aus Papierschnipseln geht das Konzert und Tag 1 hüpfend und springend zu Ende.

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Taubertal Samstag

14:00 Uhr. „Sounds-For-Nature-Bühne“. Sengende Hitze, Satan ist da … Nein, es sind „nur“ die drei Stuttgarter Jungs von Schmutzki, die nach ihrem Auftritt auf dem Campingplatz „Berg“ vor geschätzt 600-Mann-starkem Schmutzki-Mob jetzt mit einer für diese Uhrzeit beachtlichen Menge feierwütiger Jungs und Mädels in der Sonne zu scharfkantigen Riffs, dreckig getackerten Rhythmen und mit großer Klappe und viel Herz singen, tanzen und im Kreis springen, bis sie allesamt von einer Staubwolke verschluckt werden und wir uns zurück in den Schatten trollen.

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Gemäßigter geht es beim Auftritt von Team Me im Anschluss auf der Hauptbühne zu. Als die sechs Norweger am Nachmittag loslegen, ist der Bereich vor der Stage schon zur Hälfte im Schatten, trotzdem sitzt die Mehrzahl der Zuhörer entspannt am Hang. Das änderst sich jedoch schon nach den ersten Songs – Immer mehr Leute versammeln sich vor der Bühne und tanzen zu meisterlichem Pop aus Europas Norden. Auch wir sind begeistert von all den schönen, eingängigen Melodien, von fulminanten Arrangements, treibenden Gitarren, fett klingenden Drums und wagen das erste Tänzchen des Tages.

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Weit weniger verträumt steht die US-amerikanische Band Against Me! um kurz nach sieben in den Startlöchern auf der Mainstage um mit dem Publikum eine extrem große Bandbreite an musikalischen Einflüssen – Country, Hardcore, Folk, Punk und Blues – zu feiern.

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Wir spazieren wir über’s Gelände, freuen uns erneut über die familiäre Atmosphäre, bestaunen Jungs in gewagten Outfits und waghalsige Mädels, die sich ins kühle Nass der Tauber stürzen. Mit „Handbrotzeit“ und Bier bewaffnet, gönnen auch wir uns eine wohlverdiente Pause im sicherlich einzigen Biergarten in einem Fluss und genießen Erfrischung im doppelten Sinn, während ein kaum merkbares Lüftchen die Töne der Münchner Band Kytes zu uns heran trägt. Mit Elektro und Indie Klängen im Ohr und den Beinen im Fluß, bereiten wir uns auf die beiden Hauptacts des heutigen Abends vor.

Um kurz vor neun steigt „Familie“ MADSEN mit ihrem neuem Album „Kompass“ im Gepäck dann in den Ring, bzw. auf die Bühne. Die „Eiswiese“ ist voll, alle singen und hüpfen und auch wir fühlen uns schlagartig 10 Jahre jünger und an Studentenparties erinnert als wir zu deutscher Gitarrenmusik tanzen und die Ode an die Tauber – „Nachtbaden“ – mitsingen.

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Mit der Zeile „Oh nein, schon wieder Samstag …“ im Kopf und einem dicken Grinsen im Gesicht versuchen wir ein Plätzchen mit guter Sicht auf die Bühne und ausreichend Platz zum Springen und Schwofen zu ergattern. Marteria gibt sich die Ehre und nimmt binnen Sekunden die Zuschauer auseinander. „Habt ihr Bock auf eine Bassline“ ist wohl eher eine rhetorische Frage, die Musiker auf der Bühne machen nicht den Eindruck als würden sie ein „Nein“ akzeptieren. Und so singen, tanzen und springen wir nicht nur von „Level zu Level“, sondern von Hit zu Hit und als wir gerade aus voller Kehle beteuert haben, heute zu feiern, „bis die Wolken lila sind“ kommt Marsimoto auf die Bühne und nimmt uns mit auf eine kleine, zum Teil THC geschwängerte, Reise. Nach diesem Ausflug zieht die grüne Wolke wieder in den Nachthimmel hinauf, die Rakete wird gezündet und Marteria feiert mehrfach mit begeistertem Publikum die „letzten 20 Sekunden“. Mit zertanztem Outfit machen wir uns auf Richtung Getränkestand.

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Taubertal Sonntag

An Tag drei macht sich die Hitzemüdigkeit so langsam aber sicher auch ein klein wenig bei uns breit. Pünktlich zu Ferris MC sind wir trotzdem zurück auf dem Festivalgelände und gespannt, was wir da nun gleich auf die Ohren kriegen. Vom „Reimemonster“ von einst ist nicht mehr viel übrig, vielmehr sind die Texte subtiler und tiefgründiger geworden. Ferris MC spielt sich musikalisch frei und beschert uns neben HipHop und Rap auch Elektro, Rock und Pop. Die Zuschauer, anfangs überwiegend am Hang sitzend, sind merklich skeptisch, nach und nach verwandelt sich der Bereich vor der Mainstage aber dennoch in eine große Open-Air-Tanzfläche und auch wir sind gutgelaunt am bouncen.

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Kurze Verschnaufpause und weiter geht es mit den Dropkick Murphys aus Boston. Kaum eine andere Band verschmilzt schottisch-irischen Folk und Punk so charakteristisch und unterhaltsam wie die fünf Jungs. Die Show ist wild, die Fans geben alles, rennen im circle pit, hüpfen, springen und lassen sich von den anderen Zuschauern über die Menge hinweg tragen. Die Bostoner geben sich gewohnt familienfreundlich und „retten“ zwei Kinder aus der Masse, die den Rest des Konzertes mit Getränk in der Hand und überglücklich grinsendem Papa auf der Bühne verbringen.

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Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, das Festival neigt sich so langsam aber sicher dem Ende zu. Wir stapfen noch einmal über’s Gelände, schauen in glückliche Gesichter, lassen den Blick über die Location schweifen. Via Whatsapp erhalten wir Unwetter-Fotos von Freunden, in Rothenburg scheint die Sonne aber noch immer vom strahlend blauen Himmel und wir sind froh, die Gummistiefel in diesem Jahr ungebraucht wieder mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Pünktlich um 21:45 Uhr heißt es dann nochmals Kräfte sammeln und alles geben. Die Beatsteaks spielen in ihrem 20. Bandjahr auf dem 20. Geburtstag des Taubertal-Festivals – na wenn das kein Grund zum Feiern ist! Alternative-Rock, Punk, ein wenig Reggae und Melodien – die Mischung könnte für einen Sommerabend nicht besser sein. Die Berliner lassen es richtig scheppern und haben sichtlich Spaß auf der Bühne. Egal ob „Evergreens“ oder Songs der neuen Platte, die Menge ist gut gelaunt, lässt sich fesseln und ist für jeden Quatsch zu haben. Spätestens als bei „Let Me In“ wieder ein ganzes Festival Publikum auf dem Boden hockt und sich auf’s Ausflippen vorbereitet ist klar – die Beatsteaks sind live einfach unschlagbar.

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Bevor die wundervollen Tage zu Ende gehen und der Alltag uns zurück ruft, freuen wir uns noch auf den letzten Act des Festivals. Wer schon öfter hier war weiß – ein letzter Abstecher zur „Sounds-For-Nature-Bühne“ lohnt in der Regel immer. Die Veranstalter haben ein gutes Händchen, ihr Festival mit einer ganz besonderen Band zu beenden. Dieses Jahr heißen die Musiker AnnenMayKantereit. Drei Jungs, drei Nachnamen. Die Lieder handeln über das Leben, gesungen wird überwiegend auf Deutsch, ohne Pathos, aber mit viel Fingerspitzengefühl. Die Band lässt sich auf kein Genre fest schreiben, variiert von Ballade über Blues zu Pop – der einzige rote Faden ist Mays tiefe und markante Stimme. Nicht nur wir sind restlos begeistert vom breiten, musikalischen Spektrum der Kölner, es scheint, als ob sich das komplette Festival mit tosendem Applaus und Zugabe-Rufen für den sehr persönlichen Auftritt bedankt und verabschiedet.

Das Taubertal-Festival geht dann trotz allem sehr leise zu Ende – Ein Mann „barfuß am Klavier“.

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Und noch während die letzten Töne hinaus in den Nachthimmel ziehen sind wir sicher – Taubertal, wir feiern auch nächstes Jahr wieder gemeinsam!

Gute Musik, eine superschöne Location, bayrische Herzlichkeit, tanzende Security Mitarbeiter, diese ganz spezielle Atmosphäre, die das Festival von all seinen Brüdern und Schwestern landauf landab abhebt – Wir sagen Danke für ein unvergessliches Wochenende!

Review Christiane Hoppe / Photos Jasmin Zekl (Copyright: About MusÏc)

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Mixery HipHop Open 2015

Mixery HipHop Open 2015

Ein letztes Mal „HipHop Open“ in der Mutterstadt des Hip Hops, Stuttgart. Wir sind etwas traurig, da wir mit dem Festival aufgewachsen sind. Das Wetter traumhaft – perfekt. Der erste Act spielte auf der Main Stage, „Marvin Baker“ aus Stuggi Town. Mit viel Groove und Soul heizte er dem Publikum zu noch früher Stunde schon ordentlich ein. Gleich im Anschluss übernahm „Karate Andi“ das Publikum. Seinen sich selbst auferlegten Bildungsauftrag hat er unserer Meinung voll erfüllt. „Alle Wege für’n nach Rom doch nur einer in mein Bett…“

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Nicht nur Musik stand auf auf dem Programmplan der „Open“. Neben zahlreichen Food – Angeboten,wurde auch für Actionsportler wie Biker und Skater ein kleiner Park aufgebaut. Und auch bei den Jungs und Mädels von „VioVio“ konnte man Chillen oder ein paar Körbe beim Basketball werfen.

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Wir geben zu „DAT ADAM“ haben wir noch nie gehört. Deshalb waren wir überrascht wie Eingänge ihre Songs sind. Sie klingen fresh und fast ein bisschen Indie. Von den drei Jungs werden wir in Zukunft sicher noch viel hören.

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An der „2-nd-Stage“ übernahm der Heidenheimer „Chefket“. Wer ihn nicht kennt, sollte dies schleunigst ändern. Seine Songs sind grandios und seine Auftritte sowieso. Da er auf seinen Veröffentlichungen das ein oder andere Feature drauf hat von „Tua“ bis hin zu „Samy Deeluxe“, ließ er es sich natürlich nicht nehmen einen Gast auf die Bühne zu holen. „Marteria“ – OMG, gemeinsam performten sie den Song „Was wir sind“.

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Die „Antilopen Gang“ durften wir zwar dieses Jahr schon erleben aber das hielt uns nicht davon ab die „Antilopen“ nochmals anzuschauen. Mitgesungen und abgefeiert wurde schon kräftig, der absolute Höhepunkt war aber „Beate Zschäpe hört U2“.

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„Megaloh“ spielte auf der „Main Stage“ und auch er holte sich Unterstützung – „Chefket“.

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Danach war es dann Zeit für einen großen Namen aus den USA. „Joey Bada$$“ kommt aus Brooklyn und ist Teil der „A$AP“ Posse“. Sein Album, welches im Januar erschien, stieg in die US Rap Album Charts direkt mal auf Platz 1 ein. Für seine 20 Jahre legte er vor dem „HipHop Open“ Publikum eine ziemlich gute Show hin.

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Auf der „2-nd-Stage“ wartete das Publikum gespannt auf „Weekend“, die Sonne strahlte wie den ganzen Tag noch nicht. „Weekend“ der Geburtstag hatte, bekam gleich mal von der Crowd ein ordentliches Ständchen gesungen und lachte dann mit der Sonne um die Wette.

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„Kollegah“ – der Boss, einer der erfolgreichsten deutschen Rapper hatte auf der „Main Stage“ das komplette Publikum fest im Griff.

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„WSP Präs: Mädness/Döll/Sonne/Ra Waldo The Funk/Dexter“ ein sehr abwechslungsreiche Show, bei der die Künstler einzeln und zusammen performten.

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Langsam wurde es Zeit für ein paar Headliner. „ASD“, „Afrob“ und „Samy Deluxe“, Oldschool Deluxe mit ziemlich vielen Hits die jeder mitrappen konnte. Das Duo wurde richtig gefeiert.

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Es war Zeit für „A$ap Rocky“ – schon beeindruckend, ihn vor sich auf der Bühne zu sehen. Jedoch war seine Show nicht ganz nach unserem Geschmack. Vor allem als er ein Nirvana Playback laufen lies fanden wir das sehr schräg. Dennoch seine Hits „Wild for the Night“ oder „F**kin Problems“ haben seinen Auftritt dann immerhin ein wenig gerettet. Nach ungefähr 45 Minuten war die Show merkwürdigerweise zu Ende…weshalb sich ein Großteil des Publikums zur „2-nd-Stage“ begab.

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„Eko Fresh“ gab sich hier die Ehre. Er überraschte uns positiv mit einer super Performance und jeder Menge Spaß.

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Da wir wussten, das eine „Überraschung“ im Gange war, machten wir uns frühzeitig auf den Weg zurück zur „Main Stage“. Dort hatten sich schon die „Massiven Töne“, „Die Orsons“ und einige andere Stuttgarter Künstler versammelt. Es wurde der offiziell Abschied von den „HipHop Open“ gefeiert. Abwechselnd performten die beiden Kombos ihre Hits wie „Cruisen“ oder „Schwung in die Kiste“ und der ein oder andere im Publikum sowie auch auf der Bühne, verdrückte ein paar Tränen.

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Keine zwanzig Minuten später stand der Headliner auf der Bühne. „Marsimoto“. Die „Open“ wurden in eine riesige grüne Wolke gehüllt und alle waren „Marsianer“. Ein gebührender Abschied für die „HipHop Open“ und eine super gute Show von „Marsi“.

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Nach der Party ist vor der Party – oder so ähnlich.

In verschiedenen Clubs gab es offizielle Aftershow Parties, auf die man mit seinem Eintritts Bändchen kostenlos gehen konnte. Die „Open Club – Nightshows“.
Wir entschieden uns für die „Schräglage“ und den „Red Bull Sound Clash“. „Who RockZ The Crowd“ -> „Angst und Schrecken“.
Was für ein Tag und was für eine Nacht!
Gegen 7Uhr morgens sind wir sehr zufrieden in unsere Bettchen gefallen.
Wir sind traurig, dass es das letzte „HipHop Open“ in Stuttgart war…wir glauben aber ganz fest daran, dass sich in Zukunft vielleicht etwas neues für Stuttgart und seine Hip Hop Fans auftut?

Review / Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Rock am Ring 2015

Rock am Ring 2015

Das erste Mal fand das Festival in Mendig statt, auf einem Flugplatzgelände, das etwas dem des Southside Festivals ähnelte. So waren nicht nur wir bei unserem ersten „Rock am Ring“ Besuch gespannt was uns erwartete, auch die alljährlichen Ringrocker waren aufgeregt was sie wohl erwarten wird. Die Wettervorhersage – mehr als gut, es konnte also nichts schief gehen an diesem ersten Juni Wochenende.

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Die große Ehre das Festival zu eröffnen bekamen die „Donots“. Wer die„Donots“ kennt, der weiß dass die das ganz gut hinbekommen und den Festivalbesuchern richtig einheizen. Und so war es auch! Alle waren total begeistert und freuten sich nun auf ein grandioses Wochenende.

„TÜSN“ aus Berlin schauten wir uns als nächstes an. Auch die Berliner Sinth Pop Band konnte das Publikum von der ersten Minute an mitreißen. Das ganze steigerte sich, als „MS MR“ aus den USA die Bühne betraten. Die Sängerin mit ihrem sehr knappen Outfit, ließ die Männer zu Pfiffen und ähnlichem hinreißen. Spätestens mit ihrem Song „Hurricane“ konnten sie dann auch die weiblichen Zuschauer begeistern und gemeinsam mit dem Publikum wurde der Hit lautstark gesungen.

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Dann kam endlich eines unserer Highlights auf die Bühne. „Jamie T“, der sich jahrelang nicht im Süddeutschen Raum blicken ließ stand nun tatsächlich vor uns. Allein diese Tatsache rührte uns zu Tränen. Und natürlich begeisterte er uns dann auch mit seiner Show. Man merkt, dass er in Deutschland noch nicht so viele Anhänger hat, dennoch gaben sich die wenigen Fans große Mühe seine Songs mitzusingen und die Stimmung im Publikum hoch zu halten.

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Anschließend standen bei uns die „Mighty Oaks“ auf der Liste. Viele Zuschauer setzten sich ins Gras und lauschten zu den Klängen der Band in der immer noch sehr warmen Abendsonne. Ein wundervolles Festivalfeeling stellte sich ein. Die Deutsche Indie Pop Band „Tocotronic“ aus Hamburg sind schon seit mehreren Jahren im Geschäft und hatten somit eine schon eingeschworene Fanbase vor der Bühne stehen. Jedoch merkte man während der Show schon eine Abwanderung in Richtung „Seat Volcano Stage“, auf der sich „Rise Against“ verausgaben durften. Wir haben gehört, dass die Band richtig Gas gegeben hat.

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Nach „Tocotronic“ war ein weiterer deutscher Künstler am Start, „Clueso“ den wir schon im vergangenen Jahr auf seiner Hallen Tour bewundern durften. Er ist erwachsener geworden und lieferte eine ziemlich professionelle Show ab. Das Publikum bei „Clueso“ hatte sich zu Beginn wieder vergrößert und da beinah jeder, jeden Song grölen konnte, löste dies Gänsehautfeeling aus – und ja wir waren schon wieder zu Tränen gerührt. Sichtlich leerer wurden die Reihen, als auf der Maistage die großen Headliner „Die Toten Hosen“ begannen.

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Nachdem „Clueso“ zu Ende gespielt hatte, begaben auch wir uns wie alle anderen zu den Hosen. Wir sind nicht die größten Hosen Anhänger aber das ganze war schon ziemlich großartig was die Herren dort ablieferten. Das Gänsehaut Feeling ging weiter, denn wenn man ganz hinten oder seitlich noch Menschen dazu bringt so Laut es nur geht jeden verdammten Song mitzusingen, dann hat man es in Deutschland mehr als geschafft. „Marilyn Manson“ war ein Ereignis, welches wir uns nicht entgehen lassen wollten und so machten wir uns noch vor Ende der Hosen auf Richtung „Crater Stage“. Pünktlich betrat Herr Manson die Stage und liefere eine grandiose Show mit seinem zu einem Messer umgebauten Mikro ab. Blutverschmiert und obszön aber schon cool – wir waren begeistert.

Doch dann war es soweit…Bei der Show von „Clueso“ hatte der Himmel schon eine merkwürdige Farbe angenommen und bei allen darauf folgenden Shows näherten sich mit Blitz und Donner die bösen bösen Gewitterwolken. Es fing an zu winden und heftig zu regnen. Dann hörte es auf und fing wieder von vorne an. Herrn Manson wurde es dann irgendwann zu bunt (Angst?) und so machten auch wir uns auf den Weg ins Zelt. 4 Stunden Gewitter, Todesangst mit nur 2 Stunden Schlaf kletterten wir am nächsten Morgen wieder aus unserem Zelt. Großartig dachten wir, der Tag heute geht ja mindestens bis 3 Uhr – egal Festival halt.

Begonnen haben wir den Tag im „Alternatent“ – ein riesiges Ding. Hier spielten die großartigen „Slaves“ aus den UK, welche durch ihre aggressiven Klänge die leider noch sehr überschaubare Menge begeisterten. Richtig gut! Schaute man nach rechts stand dort „Steffen Tidde“ (der Gitarrist von Kraftklub) und wandte man den Blick nach links, war dort „Roughton Reynolds“ (der Leadsänger von Enter Shikari) –  die wissen halt was gut ist.

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Raus aus dem Zelt hörte und sah man „Royal Republic“ auf der „Volcano Stage“, die die Masse ziemlich gut im Griff hatten.

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Ziel war jedoch die „Crater Stage“ mit der „Antilopen Gang“. Beate Zschäpe hört tatsächlich U2!!!

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Danach ein Wechsel zur „Volcano Stage“ mit den Indie Rockern von „Interpol“. Schon lange wollten wir diese Band sehen und haben es nie geschafft, nun standen sie vor uns. Grundständig und saucool dieser „Paul Banks“. „Interpol“ sind schon eine Nummer.

Nach dem Auftritt machten wir uns rasch auf den Weg zu „Bilderbuch“. Die Österreicher legten im letzten Jahr einen famosen Aufstieg hin. Und auch ihr Ring Auftritt war ziemlich famos und beeindruckend. Danach ein bisschen „Slash“ und dann „Trailerpark“, die überraschenderweise ein riesiges Publikum hatten – krass. Ziemlich gut im Griff hatten auch sie das zum größtenteils noch sehr junge Publikum. Gut der „Alligatoah“ stach etwas aus der Sache heraus, aber das fanden wir schon gut so.

Eine schwere Entscheidung stand an, „Prinz Pi“ oder „Kraftklub“. Wir wählten „Kraftklub“ und ich glaube es war die richtige Wahl. Das beste was ich von den Jungs bisher erlebt habe. Das komplette Konzert war Ausrasten, Mitsingen, Pogen, Ausrasten –  ganz großes Kino! Konnte es noch besser werden?

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„K.I.Z.“ waren die nächsten und hatten es schwer aber konnten das Ruder rumreißen zumindest bis so langsam alle zu „The Prodigy“ abwanderten.

Wir blieben, da wir in den vorderen Bereich wollten. „Deichkind“ war am Start und wie immer eine große Nummer. Wer kann dieser Party mit Federn und Bier widerstehen – Niemand! Kurz vor zwei Uhr war es dann soweit, „Marsimoto“. Wir waren an unserer Grenze aber hielten durch und so hüllte sich der Ring in eine grüne Wolke. So banal und doch so gut. Grüne Bengals und alle kiffen – wir sind alle Marsianer. Fazit –  alter war das gut! Mit Marsi im Ohr fallen wir gegen halb Fünf ziemlich fertig in unser Zelt.

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Am Morgen brutzelte in gewohnter Manier wieder die Sonne auf unser Zelt nieder, so dass wir früher als uns lieb war aus unserem Schlafsack klettern mussten. „Volcano Stage“ – „Eagles Of Death Metal“. Jedes Mal wenn diese Band auf einem Festival spielt,dann sind die ein Muss. Lohnt sich immer und wer kann dem Schnauzer von Jesse „The Devil“ Hughes schon widerstehen? Keiner weil „I want you so hard“.

Huch da hat sich der „Frank Turner“ mit seinen „Sleeping Souls“ reingeschoben weil der „Hozier“ krank war. Auch sein Auftritt ist der Beste, den wir je gesehen haben. Hui wie süß er Deutsch redet und dann auch noch seien Song „Eulogy“ auf deutsch singt – Liebe.

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Kleine Mädchen Alarm „Bastille“ sind an der Reihe, wir halten stand. Vielleicht nicht die beste Performance der Jungs aber dennoch ein solider Auftritt mit einigen neuen Songs.

Dann kommen sie, die „Beatsteaks“ in ihrem Wohnzimmer OMG, wir ganz vorne mit dabei. Wir können es nicht fassen und auch die  „Beatsteaks“ legen eine Show hin, wie wir sie noch nie von ihnen gesehen haben. Unglaubliche Erlebnisse am Ring in Mendig!

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Wir schauten uns ein wenig von den „In Flames“ an bevor die Headliner, die „Foo Fighters“ die Bühne betraten. Auch das war eine schwere Entscheidung, da zur selben Zeit „Motörhead“ spielten. Aber wie oft sieht man schon die  „Foo Fighters“ bei „Rock am Ring“? Über Nacht wurde eine riesen Steg gebaut, der durch das Publikum führte. Der Herr „Grohl“, der ist ja sowas von geerdet und coo. Der wahre, der einzige und wahrscheinlich auch der letzte echte Rockstar. Ein wirklich würdiger Abschluss auf der „Volcano Stage“.

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Ende – nein, „Sliiipknot“ beendeten dann das Festival. Auch sie sind eine Band, die man sich einmal im Leben anschauen sollte. Sie werden nicht jünger aber wir halt auch nicht und so fallen wir auch am Sonntag total fertig und überraschenderweise durchgefroren in unser Zelt.

Fazit:  „Rock am Ring“ ist ein wirklich sehr großes Festival aber keine Angst, man schafft es zumindest jetzt in „Mendig“ locker auch mal in die erste Reihe oder den vorderen Bereich. Nahrung findet man auf dem Festival genug selbst Vegetarier und Veganer haben eine kleine Auswahl zur Verfügung. Die Wege sind oft lang aber man gewöhnt sich daran und rechnet das ein. Und nächstes Jahr wird das mit dem Schottere geklärt sein. Das Line Up großartig und gut durchmischt. Die Bands und Künstler, vor allem die deutschen geben sich bei „Rock am Ring“ sehr viel mehr Mühe als auf anderen Festivals oder Veranstaltungen. Das ist fast ein bisschen schade, da man die ein oder andere Band dieses Jahr noch auf einem anderen Festival sehen wird und man sich eine weitere Steigerung kaum vorstellen kann. Gut das liegt möglicherweise auch am Publikum, da hat der Ring echt Glück mit.

„Mendig“ wir hoffen auf ein Wiedersehen!!!

Review / Photos: Stephanie Bauer (Copyright: About MusÏc)

Marsimoto

und heute geht es gleich weiter für die Marsianer – neuer Track vom neuen Album „Illegalize It!“

Marsimoto

MaMaMarsimoto kündigte heute ein neues Album an.

Es hört auf den schönen Namen „Ring der Nebelungen“ und erscheint am 12.Juni 2015.

Hip Hop Open 2015

die ersten Acts sind bestätigt!

  • Marsimoto
  • Kollegah
  • SSIO

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